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  • DE-45131 Essen, DE-46047 Oberhausen
  • 08/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-246396)

Manfredstraße / Ursulastraße


  • 1. Rang

    © HPP Architekten

    Projekt
    PARK DU SUD

    Architekten
    HPP Architekten GmbH, Düsseldorf (DE), Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE), Leipzig (DE), Köln (DE), Hamburg (DE), Frankfurt (DE), München (DE), Berlin (DE), Istanbul (TR), Shanghai (CN), Shenzhen (CN), Beijing (CN) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: + grün GmbH, Düsseldorf (DE)

    Erläuterungstext
    Der Stadtteil Rüttenscheid ist bekannt für seinen Mix aus Jung und Alt, Freizeit und Arbeit sowie Grünflächen und Urbanität. „Das neue Wohnquartier wird sich in den Stadtteil integrieren und gleichzeitig seine eigene Identität entwickeln“, so Volker Weuthen, Gesellschafter bei HPP. Nach dem Entwurf von HPP sollen auf einer Fläche von 19.000 Quadratmetern 186 Wohneinheiten für verschiedene Zielgruppen entstehen. Für Familien, „Dinks“ (double income no kids), Singles und Best-Ager können passende Appartements zugeschnitten werden. Auch zweigeschossige Townhouses mit Garten oder Maisonette-Wohnungen sind möglich.

    An der Manfred- und Ursulastraße ist eine Raumkante geplant, die durch Öffnungen zum Quartiersinneren gegliedert wird. Den Freiraum werden „grüne Inseln“ ordnen und so zur Adressbildung der einzelnen Häuser entscheidend beitragen. „Im Zentrum des Wohnkomplexes wird ein Quartiersplatz entstehen, der einerseits das Ensemble miteinander verbindet und andererseits ein kommunikatives Zentrum bildet“, so Weuthen.

    Geplant sind sowohl viergeschossige als auch fünfgeschossige Gebäude mit Staffelgeschoss. Zur Manfred- und Ursulastraße bilden die höheren Gebäude eine urbane Raumkante. In Richtung Süden und des Waldes wird ein Geschoss weniger die Verschattung des Quartiersplatzes verhindern. Zugänge zwischen den einzelnen Gebäuden führen in das Zentrum der Wohnanlage und bieten den Bewohnern eine attraktive Sicht auf den Freiraum.

    Die versetzten Balkone der Südfassaden vermitteln einen offenen Charakter, im Gegensatz dazu sind die Nordfassaden geschlossener und repräsentativer geplant.

    Voraussichtlich 2017 wird mit dem Bau des Wohnquartiers begonnen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf zeigt, dass mit einfachen Handgriffen ein städtebaulich und sozialräumlich überzeugendes Konzept entwickelt werden kann. Vier gut proportionierte Baukörper, die teilweise abgewinkelt sind, reihen sich entlang der Manfredstraße und der Ursulastraße mit einer straßenseitigen Gebäudeerschließung auf und schaffen eine gute Kontur der Straßenräume. Ergänzt um zwei weitere Gebäude in der zweiten Reihe entsteht so die bauliche Rahmung eines großen Innenhofes, der weit genug ist, um die private Sphäre für die rückwärtigen Gärten, Gemeinschaftsflächen und die Erschließung der hinteren Gebäude gleichermaßen zuzulassen. Die Besonderheit des Konzeptes besteht darin, dass durch die versetzte Anordnung der hinteren Baukörper nicht der Eindruck einer zweiten Reihe mit erschwerter Adressierung entsteht. Die recht großzügigen Abstände zwischen den Gebäuden an der Manfredstraße lassen die Adressen der hinteren Bebauung in den Straßenraum wirken. Die Gebäude weisen eine ansehnliche Architektursprache auf. Die Grundrisse sind gut organisiert. Mit der Lage an der Ursulastraße / Ecke Manfredstraße ist der geförderte Wohnbau gut integriert. Der Entwurf weist einen hohen Anteil süd-orientierter Gärten auf. Er lässt sich einfach in sinnvolle Bauabschnitte übersetzen. Überdies finden alle Anforderungen der Auslobung Berücksichtigung. Der Beitrag bietet in allen Maßstabsebenen von der städtebaulichen Konfiguration bis zur Wohnung ein sehr plausibles Konzept.


INFO-BOX

Angelegt am 25.10.2016, 09:29
Zuletzt aktualisiert 17.05.2019, 08:23
Beitrags-ID 4-129678
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