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  • DE-89073 Ulm, DE-89075 Ulm
  • 10/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-217826)

Hindenburgkaserne Ulm


  • 1. Preis


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    Landschaftsarchitekten
    COQUI MALACHOWSKA COQUI Städtebau Landschaftsarchitektur, Berlin (DE), Warszawa (PL)

    Verfasser
    Joerg Th. Coqui , Izabela Malachowska-Coqui

    Mitarbeit
    Katarzyna Cichecka, Anna Gontarz

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: von Einsiedel Architekten BDA, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    22.500 EUR

    Erläuterungstext
    Stadtentwicklung am Eselsberg
    NEUES ZENTRUM MIT DREI SCHWERPUNKTEN

    Das neue Quartier füllt die leere Mitte im Stadtteil Eselsberg, die mit der Aufgabe der militärischen Nutzung frei geworden ist. Kasernen und Panzerhalle sind schon dort; die neue Bebauung integriert und nutzt diesen Bestand.

    Die vorhandenen, die zu öffnenden und die neu zu schaffenden Orte werden verbunden und aufeinander bezogen. In ihrer Gesamtheit sind sie weit mehr als die Summe ihrer Teile.

    Sie stärken das in die Jahre gekommene Wohngebiet und geben Impulse für eine Erneuerung.

    Quartiers- und Festplatz an der Panzerhalle - SOZIALER ORT
    Zitadelle KULTURELLER ORT
    Ladenzentrum Stifterweg WIRTSCHAFTLICHER ORT

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Durch den Erhalt der ehemaligen Panzerhalle setzt die Arbeit einen klaren räumlichen Schwerpunkt. Dadurch konnte die jetzt offen nutzbare Halle mit dem angrenzenden Baumbestand erhalten bleiben. Der zentralen öffentliche Platz ist wiederum mit dem benachbarten Grünzug und der zentralen Erschließungsachse des Quartiers verbunden. Um diese beiden öffentlichen Räume gliedern sich gut geschnittene Baufelder, die mit offenen Blockbebauungen ausgefüllt sind. Die Größenordnungen dieser Blöcke funktionieren gut und auch die Ideen zur Ergänzung der Mannschaftsgebäude erscheinen interessant. Das nördlich angeordnete Zeilengebäude am Weinweg und die östlichen Zeilen am Übergang zum Grünzug passen nicht in dieses ansonsten konsequent entwickelte Bild. Sie müssten besser integriert oder origineller weiterentwickelt werden. Das vorgeschlagene Tiefgaragensystem, das nur unter den Gebäuden angeordnet ist, wird so nicht funktionieren und müsste wesentlich größerer dimensioniert werden. Die Arbeit hat ihre Stärken im Bereich der ehemaligen Panzerhalle, da hier ein vielfältig nutzbares Angebot für den ganzen Stadtteil entstehen kann. Die Erschließungsstruktur ist gut organisiert aber in ihren Straßenabmessungen teilweise zu eng. Die Blockgrößen und Nutzungsvorstellungen sind sinnvoll konzipiert. Das sehr lange Zeilengebäude am Weinweg erscheint in seiner stadträumlichen Wirkung und Nutzungsstruktur allerdings fraglich. Insgesamt bietet die Arbeit einen sehr eigenständigen Beitrag und setzt sich als eines der wenigen Konzepte intensiv mit der Weiterverwendung der Halle auseinander. Es entsteht so ein sehr spezifischer Beitrag mit viel Potenzial für diesen Ort.


INFO-BOX

Angelegt am 27.10.2016, 09:57
Zuletzt aktualisiert 02.05.2019, 16:26
Beitrags-ID 4-129754
Seitenaufrufe 129

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