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  • DE-97422 Schweinfurt, DE-97421 Schweinfurt
  • 10/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-228736)

Umbau und Erweiterung zum Justizzentrum


  • 3. Preis

    © Vize Renderings. Prag

    Architekten
    Dömges Architekten AG, Regensburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Thomas Eckert , Eric Frisch

    Mitarbeit
    Ulrich Renger

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: ASW Wolf, Regensburg (DE)

    Preisgeld
    30.200 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Eine Ort im Dienst der Bürger
    demokratisch, einladend, transparent



    Städtebau
    Der neue Justizpalast von Schweinfurt und dessen
    Region etabliert eine neue Beziehung zwischen den
    Bürgern und der Justiz. Das geplante Ensemble gibt sich
    demokratisch, einladend, transparent: eine Ort im Dienst
    der Bürger.
    Es ermöglicht einen neuen,
    angemessenen Haupteingang am Schillerplatz zwischen
    dem ehemaligen Rentamt und dem alten Justizpalast zu
    definieren. Neubau und Altbau ergänzen sich in
    gegenseitigem Respekt und bilden gemeinsam ein
    kompaktes Justiz-zentrum.

    Architektur
    Der alte Justizpalast und das ehemalige Rentamt sind
    beide repräsentative und massive Baukörper. Der
    Neubau muss ebenso repräsentativ erscheinen und
    gleichzeitig Massivität und Transparenz vereinen
    Ziel ist es eine Architektursprache zu finden, die das Bild
    eines homogenen und schlüssigen Ensembles mit hohem
    Wiedererkennungswert vermittelt. Auf eine plakative
    Differenzierung oder einen Bruch im Erscheinungsbild
    oder in der Materialität zwischen den vertikal und den
    horizontal Baukörper wird daher bewusst verzichtet.
    Die Differenzierung erfolgt vielmehr subtil durch die
    Lesbarkeit der unterschiedlichen Geschosshöhen, die
    Höhenstaffelungen und die unterschiedliche Tiefenwirkung
    der Fassaden, ohne dass die Kraft der Baukörper
    geschwächt wird. Die Fassade betont in ihrer Tiefe die
    Körperhaftigkeit der Gebäude zu den umgebenden
    Straßenräumen.
    Die in einem hellen, warmen Grau durchfärbten vertikalen
    Betonpfeiler werden vor die nach innen versetzten
    Geschossbänder gleicher Materialität und Farbigkeit
    gesetzt.
    Die Sprache der unteren Fassade ist reduziert - ein Spiel
    zwischen Transparenz und Massivität. Die Fassade der
    Laterne verfolgt grundsätzlich dasselbe Prinzip.
    Die Abstände zwischen den vertikalen Betonpfeilern sind
    jedoch größer und ergeben zusammen mit dunklen
    Holzpaneelen und den Glaselementen der Fassade einen
    anderen Rhythmus.

    Materialität
    Die Materialität folgt im Inneren des Gebäudes dem
    gleichen Prinzip. Das Ziel ist es helle und freundliche
    Räume zu gestalten. Die Betonpfeiler zeigen sich auch
    nach innen und geben der öffentlichen Erschließung ein
    Rhythmus.
    Alle gewählten Materialien werden mit der Zeit eine
    schöne Patina bekommen, so dass sich der Neubau mit
    dem alten Justizpalast vereinigt.