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  • DE-73249 Wernau (Neckar), DE-73249 Wernau (Neckar)
  • 11/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-234514)

Adlerstraße Ost III+IV / Katzenstein VI


  • 2. Preis

    Städtebaulicher Rahmenplan, © rheinflügel severin, silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: rheinflügel severin, Düsseldorf (DE)

    Preisgeld
    13.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit einem sympathisch breiten linearen Park – dem „Grünen Anger“ - besetzen die Verfasser in der Verlängerung der Adlerstraße kraftvoll wie stadträumlich richtig die Schnittstelle zwischen bestehendem und zukünftigem Quartieren. Mit dem Park zwischen dem auftaktbildenden Cafégarten – wenngleich dies wohl nur schwer zu realisieren sein wird - und der eindrucksvollen Inszenierung am abschließenden Balkon zur offenen Landschaft hin bilden sie lesbar gemeinschaftliche wie sozial verbindende Mitte für das Gesamtquartier.

    Dieser großen Offenheit setzen die Verfasser ein angemessen kompaktes Netz aus Straßen und Baufelder entgegen, das in seiner Dichte lediglich einige öffentlichen Aufweitungen vermissen lässt – die dargestellten Retentionsbereiche dürften diese gemeinschaftsbildende Funktion kaum gerecht werden.

    Durch das Zusammenspiel von Grünachse und östlicher Ringstraße gliedern die Verfasser das Baugebiet in angemessen proportionierte Baufelder. Mit dem Prinzip - randseitig bebaut mit inneren privateren Grünbereichen - bilden sie ein starkes, tragfähiges wie flexibles Grundgerüst für die zukünftige bauliche Entwicklung. In ihrem Beitrag zeigen die Verfasser eine mögliche Bespielung der Baufelder in der Bandbereite zwischen Doppelhaus und Geschosswohnungsbau, die im Detail sinnfällig platziert, im Gesamtblick jedoch noch zu wiederholend, gleichmäßig erschient und eine größere Akzentuierung in Dichte und Geschossigkeit wünschen lässt.

    Das verkehrliche Konzept ist stringent, wenngleich die gefangenen Stiche zur Grünachse hin kritisch hinterfragt werden. Die Verortung von relativ vielen öffentlichen Stellplätzen in Tiefgaragen ist für den Ort nicht angemessen.
    Der rahmende Kranz an kleineren Häusern wird zwar durch die akzentuierenden Bauten an Tor und Fenster angemessen mit der Gesamtkomposition verwoben. Die Abfolge an sich jedoch nimmt keinen Bezug zur städtebaulichen Gesamtfigur, lässt kleinere Durchwegungen zur Landschaft vermissen und schirmt das Innere unangemessen stark von der Qualität das Äußeren ab.

    Die wirtschaftlichen Kenndaten bewegen sich im mittleren Bereich und bieten ausreichend Spielraum für eine eventuelle Optimierung. Der erste Bauabschnitt lässt sich gut - auch schon mit einer abgerundeten Struktur – realisieren.
    So stellt die Arbeit im gesamten ein ansprechender Beitrag dar, der mit einer bildprägenden Geste die Brücke zwischen Alt und neuen Baugebieten schlägt, wohlproportionierte Baufelder ausweist und so eine robuste Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Quartiers bildet.