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  • DE-99334 Amt Wachsenburg, DE-99084 Erfurt
  • 12/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-247887)

"SMART LIVING" – Urbanes Wohnen am nördlichen Juri-Gagarin-Ring


  • 3. Preis

    © AFF architekten

    Architekten
    AFF Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: BBS Ingenieurbüro Gronau + Partner, Weimar (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf überzeugt durch seine einfache städtebauliche Grundidee. In einem kompositorischen Gesamtansatz wird eine zwei- bis dreigeschossige Blockrandbebauung mit zwei unterschiedlich hohen Wohntürmen (10 und 16 Geschosse) kombiniert. Das Ensemble entfaltet eine interessante Fernwirkung.

    Der Blockrand zum Juri-Gagarin-Ring und zur Wallstraße relativiert das nordwestlich anschließende Thüringenhaus und bindet das neue Ensemble gut in den städtebaulichen Kontext ein.

    Das sechzehngeschossige Hochhaus orientiert sich zum Ufer des Flutgrabens und steht aus Richtung Krämpfertor in der Blickachse des Juri-Gagarin-Rings, während das niedrigere Hochhaus sehr geschickt die Krümmung des Straßenverlaufs aufnimmt. Die Architektursprache des Sockels und des Gebäudes ist einheitlich und ruhig. Die umlaufende Loggien- bzw. Balkonkonstruktion als Gebäude prägendes / charakteristisches Gestaltelement wird positiv bewertet. Sie wird zudem als guter Beitrag zur Wohnqualität eingeschätzt.

    Die Haupterschließung der Hochhäuser erfolgt jeweils in Verbindung mit den Durchgängen zum Hof. Dies trägt zur Belebung des Hofes als öffentlichem bzw. halböffentlichem Stadtraum bei. Im Sinne einer Adressbildung entsteht die Identität des Quartiers folgerichtig über diesen Innenhof (Christian- Reichart-Platz).

    Hinsichtlich der Gestaltung und Organisation der Grundrisse kann die umlaufende Mittelgangerschließung im 1. Obergeschoss nicht überzeugen. Zudem wir auch der außen liegende Erschliessungskern in den Wohnhochhäusern kritisiert. Hier sieht die Jury Optimierungsbedarf. Die Funktionalität der Wohnungsgrundrisse wird positiv eingeschätzt.

    Das Tragsystem der Hochhäuser findet sich in der Tiefgarage nicht wieder. Es werden mehr Stellplätze angeboten als gefordert. Deshalb lässt sich dieses Problem wahrscheinlich lösen. Das gewählte Stützenraster erscheint in einigen Bereichen unwirtschaftlich.

    Die ausgedehnten Dachgärten der Hochhäuser werden insgesamt kritisch beurteilt. Zumindest auf dem zehngeschossigen Gebäude könnten stattdessen weitere Wohnungen entstehen. Eine sinnvolle Teilung in Bauabschnitte ist bedingt möglich. Der Nachweis wäre hierfür allerdings zu führen.

    Brandschutzaspekte und Rettungswege wurden beachtet.