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  • DE-53179 Bonn, DE-40219 Düsseldorf
  • 11/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-234227)

Landeswettbewerb 2016 - Neues urbanes Wohnen am Vogelsang in Bonn – Ein Zuhause für Alle


  • Anerkennung


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    Architekten
    Architekturbüro Schommer, Bonn (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebauliche und freiraumplanerische Leitidee:


    Der renaturierte Bachlauf – die Grüne Mitte

    Die Anpassung der Stadt an den Klimawandel, die sich verändernden Ansprüche der Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Urbanität und Natur im unmittelbaren Wohnumfeld begründen die Grüne Mitte des neuen Stadtquartieres.
    Der renaturierte Endenicher Bach als identitätsstiftendes Freiraumelement verbindet die neuen Gebäudestrukturen sowie deren Bewohner ungeachtet der sozialen Unterschiede von öffentlich gefördertem Wohnraum und hochwertigem Mietwohnungsbau.
    Mannigfaltige Freiraumtypologien talentieren und besetzen die Grüne Mitte. Ob Wasserspielplatz, Sitzstufen, informelle Sitz- und Zugangsmöglichkeiten am Wasser oder der zentrale Quartiersplatz mit weiteren Sitzstufen und einer Brücke zur West.Side-Magistrale – viele Möglichkeiten zur Entwicklung eines kommunikativen und nachbarschaftlichen Wohnquartiers für die unterschiedlichsten Altersgruppen entstehen.

    Um der Forderung nach einem ökologischen und nachhaltigem Lebensstil gerecht zu werden, und um den immer gravierenderen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten, entwässern alle Dachflächen und weitere befestigte Flächen in den Endenicher Bach. Da die Bachsohle ungefähr 3 Meter unter der Geländeoberkante liegt, kann sich das Niederschlagswasser (vorbehaltlich einer hydraulischen Berechnung) bei Starkregenereignissen im Bachprofil anstauen, gedrosselt in die Kanalisation einleiten und im Bachbett versickern.


    Entréeplätze ins Quartier

    In Ergänzung des zentralen Quartierplatzes in der Grünen Mitte werden die beiden Entreeplätze von der Kolpingstrasse und der Straße Am Probsthof aus einladend und großzügig ausgebildet. Sie sind Orte der Kommunikation und der sozialen Interkommunikation. Zur Identifikationsstiftung werden in diesen Bereichen wie am zentralen Quartiersplatz markante architektonische Hochpunkte verortet. Die Gestaltung ihrer Fensteröffnungen im Zusammenspiel mit der Wahl einer kleinformatigen Ziegelfassade erinnert an die Industriegebäude des Quartiers West.Side und nimmt dessen Genius loci auf. Durch diese architektonische Nacherzählung wird eine Symbiose zum Areal West.Side angestrebt.

    Der Entreeplatz im Süd-Westen ist mit einer zusammenhängenden Baumkulisse begrünt und leitet weich über in die Grüne Mitte Die Zuwegung zu dem gegenüberliegenden Entreeplatz an der Kolpingstrasse erfolgt geradlinig, städtisch. Hier laden kleinteilige Nutzungen im Erdgeschoss des Gebäudes für den öffentlich geförderten Wohnungsbau wie ein Café, ein Fahrradshop und Kleinläden für den
    täglichen Bedarf, Bäckerei etc., sowie die angegliederte KITA ebenfalls zur Kommunikation und Interaktion der zukünftigen Bewohner ein.


    Autofreiheit und Mobilitätskonzept

    Das Quartier wird nur von den beiden Kopfseiten her als Stichzuwegung verkehrlich erschlossen. Von der neuen Straße aus Richtung Am Probsthof sowie der zur Shared -Space-Fläche umgestalteten Stichstrasse an der Kolpingstrasse gelangt man auf kürzestem Weg zu den zentralen öffentlichen Besucher-Stellplätzen und zu den Tiefgarageneinfahrten.
    Diese sind im Bereich der Grünen Mitte im Einbahnsystem ausgelegt.
    Weitere Wegeverbindungen dienen ausschließlich der fußläufigen Verbindung und den notwendigen Feuerwehrzufahrten und sind harmonisch in das Freiraumkonzept integriert.

    Car-Sharing- und Fahrradstationen sind über das Gesamtareal verteilt. Durch die sehr gute Anbindung über nur eine Haltestation zum Bonner Zentrum wird für den Tiefgaragenschlüssel ein Faktor von 0,55 für den freifinanzierten und den preisgedämpften Wohnungsbau und von 0,3 für den sozial geförderten Wohnungsbau angeboten.
    .

    Die Qualität der Wohnungen

    Bei der architektonischen Umsetzung des städtebaulichen Leitgedankens war es das übergeordnete Ziel, alle Wohnungen mit ihren Terrassen und Loggien nach Süd-Westen auszurichten. Ebenso sind die Küchen und alle Hauptbäder der Wohnungen an der Aussenfront gelegen.

    Bei den öffentlich geförderten Wohnungen sind Vierspänner geplant, bei denen die beiden mittleren 2-Zimmerwohnungen zu einer großen Vierzimmerwohnung zusammengefasst werden können.

    Eine optimale Platzierung erfährt darüber hinaus der Gebäudeteil für das innovative Wohnmodell im Süd-West-Areal des Grundstückes mit Blick auf die begrünte Böschung. Hier könnte z.B. in vorbildlicher Weise ein Wohnmodell des Mehrgenerationen-Wohnens geplant werden mit ausladenden Terrassen und Freiraumbezügen: Im Erdgeschoss nach Süd-West ein Gemeinschaftsraum, der an der Kinderspielfläche liegt und auf großzügigen Dachterrassen an jedem der beiden Treppenhäuser eine weitere gemeinschaftlich zu nutzende Fläche mit direktem Sichtbezug auf die Baumkronen des Grünen Hügels.


    Wirtschaftlichkeit

    Bei gleichzeitig hoher Ausnutzung des Grundstückes bietet das angebotene Konzept eine minimal versiegelte Fläche an. Insbesondere auch durch den Unterschnitt der Tiefgaragen unter die Gebäude und unter Berücksichtigung des gewählten geringen Faktors durch das optimale Mobilitätskonzept wird auch diese beanspruchte Fläche optimiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 14.11.2016, 14:20
Zuletzt aktualisiert 06.12.2016, 11:28
Beitrags-ID 4-130706
Seitenaufrufe 69

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