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  • DE-81377 München, DE-81377 München
  • 11/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-229906)

Sanierung und Erweiterung kbo-Kinderzentrum


  • ein 2. Preis

    © HinnenthalSchaar LandschaftsArchitekten

    Landschaftsarchitekten
    HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: plan|4 architekten, München (DE)
    Modellbauer: Peter Corbishley Modellbau, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die gebildeten Baumassen fügen sich von der Geschossigkeit, mit 2-, 3- und 4- Geschossen und den einzeln ablesbaren Baukörpern gut in den Bestand ein. An der Heiglhofstraße wird der bestehende Baukörper 3-geschossig parallel zu Straße fortgeführt; der Altbestand bleibt bis zum Hörsaal bestehen, im Binnenbereich der Parkfläche liegt das 4-geschossige Stations-„Haus“.

    An der Nahtstelle zwischen Altbau und Neubau befindet sich der deutlich markierte, neue Eingangsbereich an der Heiglhofstraße. Dieser führt in eine großzügige 2-geschossige Eingangshalle mit reichlich Oberlicht, die eine gute Orientierung in die angedockten Baukörper garantiert: Service / Ambulanz, Pflegestationen, Therapiehaus (im Altbestand). Diese Halle, mit ihren begrünten Lichthöfen und Oberlichtern schafft für die Gesamtanlage Luft, Übersicht und ist klimaunabhängig, ganzjährig für viele Aktivitäten nutzbar.

    Die Pflegestationen befinden sich in einem eigenen „Haus“ als erkennbaren Baukörper. Dieses „Haus“ eröffnet die Sicht rundum auf drei Seiten hin zur umliegenden, zusammenhängenden Parkfläche. Die Stationsgrundrisse mit einem, für 4 Geschosse relativ kleinen mittigen Belichtungshof, sind knapp funktional gestaltet und sind im 2., 3. und 4. Stock übereinander gestapelt. Die Flurzonen haben zu wenig Aufenthaltsqualität. Die beiden oberen Geschosse sind nur über die vertikale Erschließung erreichbar, ebenso haben die Stationen keinen direkten Gartenzugang.

    Die Anlieferung der Küche und die Tiefgarage sind wirtschaftlich organisiert. Küche und Anlieferung sind funktional in ihrer Lage und Ausbildung. Der Speisesaal ist vom zentralen Eingangsfoyer gut einsehbar und erreichbar, desgleichen aber auch gut von diesem abtrennbar. Der Altbau bleibt in der Struktur annähernd unverändert und wird mit unterschiedlichen Funktionen gefüllt. Die gezeigten Fassaden fallen qualitativ ab, harmonieren nicht mit dem Bestand. Eine abschnittsweise Errichtung der Neubauteile ist im laufenden Betrieb der Klinik gut vorstellbar, die Eingriffe in den Bestand relativ gering.

    Die Gebäudekennwerte (GFZ, GR, GF, BGF a) sind überwiegend im oberen Bereich. In der Hauptsache ist dies durch die sehr großzügige, extrem raumhaltige, doppelgeschossige Eingangshalle bedingt.

    Das Konzept der Freianlagen bemüht sich, trotz hoher GRZ zusammenhängende Freibereiche auszubilden. Dabei wird versucht über Heckenzimmer Rückzugsräume und im besonnten Bereich über einen Spielplatz differenzierte Angebote zu formulieren. Die Feuerwehrumfahrt wird sinnvoll als Verbindungsweg genutzt. Die erforderlichen Abstände der Feuerwehrumfahrt zur Fassade werden jedoch teilweise nicht eingehalten.

    Im Süden des straßenseitigen Gebäudes entstehen durch Situierung von Anlieferung, Einfahrt, TGZufahrt, Feuerwehrzufahrt, PKW-Stellplätze große befestigte Flächenanteile. Insgesamt erscheint die Freiraumsituation durch das 4-geschossige Stationsgebäude bedrängt und die Verschattung der Freianlagen ist groß.

    Zusammengefasst hat die Arbeit das Potienzial zu einer Optimierung und stellt eine sinnvolle, realisierbare Planungsvariante dar.