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  • 11/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-231082)

Stadt-/ Gebietsplanung / Objektplanung Gebäude

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  • 2. Preis


    Architekten
    Günter Hermann Architekten, Stuttgart (DE), Tuttlingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Siegmund und Winz Landschaftsarchitekten, Balingen (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf basiert auf einer schlüssigen Analyse des vorgefunden Stadtraumes, wenngleich wesentliche funktionale Korrekturen noch nötig sind. So gibt zum Beispiel der Rathausplatz in seiner dezent räumlichen Ausgestaltung unprätentiös passende Antworten zu diversen Themen wie vorherrschende Höhenunterschiede, Verlagerung des Brunnens, Umgang mit der bestehenden Linde sowie die diversen Möblierungsszenarien. Gleichzeitig bleibt er aber der in der Auslobung verlangten Durchfahrt für landwirtschaftlichen Verkehr von der Dorfstraße nach Süden schuldig. Hervorzuheben ist der gelungene Vorschlag mit der niedrigen Mauer und der Baumreihe als Filter zur Hauptverkehrsachse im Norden, wenngleich die Anordnung der Parkplätze in der Sichtachse zum Platz kritisiert wird.
    Eine besondere Stärke des Entwurfes liegt in der behutsamen wie additiven Erweiterung des Rathauses. Die Bildung des barrierefreien Haupteingangs mit dem Wegfall der bestehenden Treppe zum Platz wird besonders gelobt. Damit bleibt der bestehende Haupteingang als solcher auch in Zukunft erhalten. Die Erweiterung des Rathauses im Süden des Bestands mit dem eingeschossigen „Schmuckkästchen“ ist stadträumlich und funktional besonders gut gelungen. Allerdings wird die punktuelle Erhöhung des Daches, weg vom Rathausplatz in Richtung der südlichen Landschaft im Preisgericht kontrovers diskutiert.
    Die Durcharbeitung der weiteren Geschosse des Rathauses ist schlüssig und funktional.
    Das ehemalige Feuerwehrhaus wird entsprechend der zugelassenen Möglichkeit mit dem Absenken der Decke über Untergeschoss barrierefrei zum Platz erschlossen. Die funktionale Aufteilung des Erdgeschosses ist überzeugend, wenngleich das „Herausschieben“ des Veranstaltungssaals als ein weiterer Erweiterungsbaukörper zum Platz im Preisgericht ebenfalls kontrovers diskutiert wird. Die barrierefreie Erschließung des 1. Obergeschosses sowie die Gestaltungsvorschläge zum Häldeleweg überzeugen ebenfalls.
    Es handelt sich bei dieser Arbeit um ein überzeugendes stadträumliches, architektonisches wie funktionales Konzept, das einen überzeugenden Beitrag zur gestellten Aufgabe darstellt.