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  • DE-76133 Karlsruhe, DE-76135 Karlsruhe
  • 10/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-224882)

Neubau Ostgebäude auf der Liegenschaft des Bundesgerichtshofs (BGH)


  • 2. Preis

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    Bauingenieure
    Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart (DE)
    Tragwerksplaner: wh-p Ingenieure, Stuttgart (DE), Basel (CH), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit einer klaren und präzise vorgetragenen städtebaulichen Setzung wird das Bauensemble des BGH komplettiert. der Neubau bezieht sich in der Längenausdehnung und in der Übernahme des Arkadenthemas im EG auf den gegenüberliegenden Schellingbau. Vom Palais übernimmt er das Thema der symmetrischen Ordnung. All dies wird vom Preisgericht anerkannt und prinzipiell positiv bewertet. der Maßstabssprung gegenüber dem historischen Küchengebäude kann aufgrund der Tatsache, dass es sich hier um ein Nebengebäude handelt, akzeptiert werden. Die Gebäudehöhe des Neubaus wirkt im Zusammenhang mit den anderen Gebäuden des BGH, insbesondere dem Palais, angemessen und ist präzise hergeleitet. Das Haus versteht sich als solitärer Hoftypus und ist in allen Bereichen nachvollziehbar als solcher entwickelt und symmetrisch ausformuliert. Vom mittig angeordneten Haupteingang gelangt man in ein den Gerichtssälen vorgelagertes Foyer, das aufgrund der Lage zwischen den beiden Höfen ein eindrückliches Raumerlebnis vermittelt. Hierzu tragen auch die Wasserflächen in den Höfen bei. Im Erdgeschoss liegen die Funktionen jeweils an der richtigen Stelle, allerdings ist die Orientierung der Verhandlungssäle Richtung Ritterstrasse nicht ganz ideal. da die vertikale Haupterschließung im östlichen Gebäudeteil liegt gibt es im Erdgeschoss an den beiden Treppenantritten engstellen. hier wird ganz allgemein die Vermischung von mitarbeiter- und besucherverkehr kritisiert. Die Grundrisse der Obergeschosse sind klar gegliedert und gut nutzbar. Dies betrifft auch die Kommunikationsflächen inclusive der geschützten Dachterrasse im 1. OG. Die Fassaden sind sorgfältig entwickelt und bieten mit der vorgeschlagenen hochwertigen Materialität mit gestockten Sichtbetonelementen und implementierten kastenfenstern einen guten Beitrag zum Thema Bundesgerichtsgebäude. Die relativ breiten Fensterelemente schränken die Flexibilität der Büroeinteilung in gewissem Umfang ein. Insgesamt ist der Entwurf auch konstruktiv und energetisch bereits gut durchentwickelt und stellt einen eindeutigen und hochwertigen Beitrag zu dieser anspruchsvollen Wettbewerbsaufgabe dar.


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