loading
  • DE-86899 Landsberg am Lech, DE-86899 Landsberg am Lech
  • 12/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-235409)

Neuer Lechsteg für Fußgänger und Radfahrer


  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Sebastian Fauck

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HENCHION REUTER ARCHITEKTEN, Berlin (DE), Dublin (IE)
    Bauingenieure, Tragwerksplaner: EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE)
    Visualisierer: Bjorn Rolle - Visualisierungen, Berlin (DE)

    Preisgeld
    16.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Einbindung in die Umgebung
    Die Verfasser der Arbeit 1005 nehmen bei der Ausrichtung der Brücke die Blickbeziehung zur Stadtpfarrkirche Maria-Himmelfahrt und den Quartiersplatz der ehemaligen Pflugfabrik auf. Durch diese Ausrichtung wird der östliche Brückenkopf maximal nach Süden verschoben und führt somit bei der südlichen Gabelung zu einem Eingriff im Bereich des Inselbades. Auf der westlichen Seite wird ein Terrassenbereich ausgebildet, um Blickbezüge zum Lech herzustellen. In der Wegeführung wird von einer gleichberechtigten Gabelung auf der Ostseite ausgegangen und über zwei angerampte, einhüftige Brückenkörper der Höhenunterschied überwunden. Die neue Wegeführung wird linear im Uferbereich eingefügt ohne genauer die spezifische Prägung des Ortes zu interpretieren. Der westliche Brückenkopf mit Sitzmöglichkeit ist die funktionale Verlängerung des Quartierplatzes.

    Funktionalität
    Funktional antwortet der Entwurf mit einer gleichwertigen Anbindung des östlichen Quartiers mit einer Gabelung der Brücke, welche im Bereich der beiden Zuwegungen auf eine Breite von 4m erweitert werden müsste. Detaillierte Aussagen über die Ausführungen der Brückenköpfe im Bereich des Inselbades und Richtung IKG bleiben die Verfasser schuldig.

    Zeitgemäßer Umgang mit der Aufgabe
    Der Entwurf reagiert mit seiner Materialwahl und konstruktiven Fügung mit adäquaten klaren Antworten ohne modische Attitüden.

    Angemessenheit der Konstruktion
    Die gewählte Stahlhohlkastenkonstruktion passt sich in der Geometrie dem statischen Kräfteverlauf an und erreicht dadurch eine schlanke Erscheinung. Das Geländer wird additiv aufgesetzt und ist nicht Bestandteil der Tragkonstruktion. Die beiden widerlagernahen Pfeiler an den Rampen werden im statischen System nicht erfasst und eine genauere Ausbildung in Gestalt und Form ist nicht erkennbar.

    Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Erstellungs-, Unterhalts- und Betriebskosten
    Die Stahlhohlkastenkonstruktion ist grundsätzlich eine wirtschaftliche Konstruktion. Aufgrund der veränderlichen Geometrie jedoch ergeben sich gekrümmte, verwundene Flächen, die mit der Stahlkonstruktion abgebildet werden müssen. Die Beschichtung der Tragkonstruktion sowie der Belag und die Lagerkonstruktion bedürfen der Wartung. Zur Montage werden keine Aussagen getroffen.

    Gestalterische und atmosphärische Qualität
    Die Brückenkonstruktion inklusive Belag und Geländer reagiert mit einer einfachen gestalterischen Antwort ohne besondere atmosphärische Qualitäten.

    Erlebnis- und Aufenthaltsqualität des Stegs
    Gleiches wie für die gestalterische und atmosphärische Qualität gilt für die Erlebnis- und Aufenthaltsqualität des Entwurfs.

    Umweltverträglichkeit
    Bei der Umweltverträglichkeit ist hinsichtlich der Instandhaltung bei Erneuerung des Korrosionsschutzes die Entsorgung des Strahlguts zu berücksichtigen. Auch bei der Erneuerung des Dünnbettbelags sind diese Parameter zu berücksichtigen.

    Denkmalpflege und Heimatpflege
    Aus denkmal- und heimatpflegerischer Sicht wird der Sichtachsenbezug zur Stadtpfarrkirche Maria- Himmelfahrt begrüßt. Zusammenfassung Insgesamt eine Arbeit, welche die städtebaulichen und funktionalen Rahmenbedingungen berücksichtigt, aber keine für den Ort und die Aufgabe spezifische Antwort liefert.