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  • DE-04178 Leipzig
  • 01/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-150644)

Nordufer Zwenkauer See


  • 1. Preis

    © Visualisierung: georglindenkreuz.de

    Visualisierer
    LINDENKREUZ EGGERT | Bildermacherei & Utopografie, Dresden (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten, Architekten: labor4+, Dresden (DE)

    Preisgeld
    17.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das städtebauliche Gesamtkonzept orientiert sich an der historischen Entwicklung des Gebietes vor dem gravierenderen Eingriff der Braunkohlenbergbaus. In die Landschaft integriert werden verschiedene "Dörfer", die unterschiedliche Ausprägungen haben. Als zentraler Bereich stellt sich das Hafendorf dar, das mit seiner Infrastruktur, wie Hotel, Markt und Restaurant einen gelungenen Auftakt der Feriensiedlung darstellt.

    Das Seedorf konzentriert sich richtigerweise auf Angebote zum Thema Wassersport. Dagegen setzt das Walddorf auf Abgeschiedenheit unter hohen Baumwipfeln. Im Eremitendorf finden Naturliebhaber ihren Ort.

    Damit wird erreicht, dass der Verkehr, der aus der nordwestlichen Richtung in das Gebiet geleitet wird nach Osten immer mehr abnimmt. Gleichzeitig kann der phasenhafte Aufbau des Gebietes wirtschaftlich optimal vonstatten gehen.

    Nach Aussage der Verfasser wird die komplette Erschließung des Gebietes durch die nördlich am Waldrand laufende Straße abgedeckt. Dieses ist zwar für den Landschaftsbau durchaus positiv, stellt allerdings in der Umsetzung eine problematische Situation dar. Zumindest zur An- und Abreise und zur Belieferung der Cafés erscheint eine Erschließung der Ferienhäuser unabdingbar. Des Weiteren wird eine Erschließung für den ÖPNV \ Schuttlebus als notwendig erachtet.

    In der Landschaftskonzeption wird von einem Maximum an Waldflächen mit heimischen Bäumen ausgegangen, das sich im Uferbereich durch unterschiedlich gegliederte Heideflächen und Strände ergänzt. Diesen Fakt hat die Jury als sehr positiv bewertet.

    Das Netz der Fuß und Radwege sichert eine gute Erschließung innerhalb des Landschaftsraumes.

    Kritisch wird die Qualität der städtebauliche Ausformulierung der "Dörfer" gesehen. Wenn man sich an einer derartigen Struktur orientiert, sollte dies in der Erschließung und Baumasse auch ablesbar sein. Elemente, wie ein "Dorfplatz" oder Markt sind schwer ablesbar. Doppelerschließungen sind auf jeden Fall zu vermeiden.

    Insgesamt kann man darstellen, dass die Konzeption einen sehr positiven Beitrag für die Entwicklung des Gebietes darstellt und eine gute Grundlage für eine Umsetzung bildet.