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  • DE-47053 Duisburg
  • 06/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-7536)

Städtebaulicher Wettbewerb Dellviertel


  • 1. Preis


    Architekten
    3pass Architekten Stadtplaner Part mbB, Köln (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: die3 landschaftsarchitektur, Bonn (DE)

    Erläuterungstext
    Einen Park in direkter Nachbarschaft zu haben ist ein besonderer Standortvorteil. Ein großzügiger Grünraum zieht sich aus dem Böninger Park in das Quartier hinein und mündet im nördlichen Teil in einen kleineren Quartierspark. Fast alle neuen Anwohner können somit „am Park“ wohnen, es gibt weniger eine A-, B- oder C-Lage vielmehr als verbindendes Charakteristikum das Wohnen am Park, an dem auch die Bewohner der Bestandsbebauung partizipieren.

    Am östlichen Eingang wird der Bewohner durch das signifikante, abknickende Ziegelgebäude an der Johanniterstraße sanft zu einem Plätzchen umgeleitet. Hier ist im Erdgeschoss durchaus Büronutzung oder nichtstörendes Gewerbe vorstellbar. Ein freistehendes Gemeinschaftshaus mit großer Terrasse bildet den Mittelpunkt des neuen Quartiers und verknüpft östlichen mit westlichem Bereich.

    Im Westen setzt eine Einzelhausbebauung den Charakter der Musfeldstrasse in Duktus und Linearität fort. Vor der Schule liegt der Eingang in den westlichen Quartiersbereich.

    Ausgehend von den Plätzen entwickeln sich entlang zweier Wohnwege Terrassen- und Hofhäuser mit individuellen Wohnhöfen und Atrien. Die Wegebereiche sind gebauter öffentlicher Raum. Gepflastert, gut befahrbar für Fahrräder, Roller, Rollerblates und Not- und Müllfahrzeuge, sind sie die städtische Seite der Wohnbereiche.

    Das Maß an Privatheit ist zu dieser Seite bewusst gestaffelt: Vom uneinsehbaren Hof auf erhöhtem Niveau führen kleine Treppen oder Rampen - zwischen belaubten Nebengebäuden für Fahrräder und Müll hindurch - hin zu einer Vorzone mit Bank und bepflanztem Grünstreifen bis in die „Gasse“ hinein.

    Diese ist Kommunikations- und Spielbereich für Jung und Alt. Die leicht schräg zueinander stehenden Gebäudekanten schaffen interessante Innenräume, bilden Enge und Weite. Kleine baumbestandene Wege mit platzartigen Aufweitungen vernetzen diese Innenräume mit der Umgebung und der gemeinschaftlichen Grünzone, der Allmende.

    Jedes Haus hat zudem einen ruhigen privaten Garten auf der anderen Hausseite. Die zu den inneren Zeilen gehörenden Lagen gehen in den gemeinschaftlichen Grünzug mit Wiese und kleinem Wasserlauf über.

    Die Bebauungsstruktur ist gekennzeichnet durch einen rhythmischen Wechsel aus drei-, zwei- und eingeschossigen Baukörpern, der belebend und strukturierend wirkt. Die Architektur ist klar und einfach, helle Fassadenmaterialien mit großzügigen Fensterflächen und Sonnenschutzelementen verleihen ein modernes und offenes Ambiente. Die Grundrisse öffnen sich nach Osten, Süden und Westen. Im Gegensatz zur reinen Südlage, die heutzutage im Freien angesichts steigender Sonnenstunden und fehlender Verschattung schwer zu nutzen ist, ist diese Ausrichtung –mit verschatteten und offenen Bereichen- ganztägig nutzbar. Flachdächer bieten die Möglichkeit, südoptimierte Photovoltaik- und Kollektoranlagen aufzustellen.


    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.