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  • DE-51379 Leverkusen, DE-51379 Leverkusen
  • 10/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-252680)

Werkstattverfahren NBSO


  • Engere Wahl

    © scape Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Funk , Hiltrud Maria Lintel , Prof. Rainer Sachse

    Mitarbeit
    Melanie Eiler, Vivien Ildikó Harmati, Daniel Heblich, Ben Zemke, Steven Zeise

    Erläuterungstext
    Konzept
    Das Freiraumkonzept zur NBSO West formuliert ein eindeutiges und durchgehendes Gestaltungskonzept für alle öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiräume. Wobei natürlich die privaten Freiräume individuell von den jeweiligen Bauherren gestaltet und in dieses übergeordnete Konzept eingepasst werden können.

    Das Grüne Band
    Das grüne Band bildet das Rückgrat des Freiraumverbundsystems indem es eine durchgehende Wegeverbindung in Nord-Süd-Richtung sowie zahlreiche Verknüpfungen in die östlichen Wohn- und Gewerbeeinheiten, wie auch in die westlichen Wohnquartiere aufbaut. Das Höhenniveau des Grünen Bandes wird ebenengleich zu den Neubaugebieten ausgebildet, so dass alle funktionalen Wegebeziehungen innerhalb der NBSO West barrierefrei möglich sind. Darüber hinaus ist auch nur so gewährleistet, dass die Feuerwehr alle Innenhöfe mit Fahrzeugen erreichen kann.
    Jeweils im Bereich der Innenhöfe erfolgt eine Aufweitung des Weges zu einer kleinen Platzfläche mit differenzierten Spiel- und Aufenthaltsangeboten; im Bereich der Kopfbauten der Neubebauung erfolgt eine Anbindung über eine Treppenanlage an die höher liegende private Erschließungsstraße. Eine barrierefreie Anbindung an die Friedrich-List-Straße erfolgt nur in den Bereichen, wo es topografisch möglich ist. Dies ist der Fall im Bereich der Karlstraße und südlich der Wilhelmstraße.
    Die gehölzbestandene Bestandsböschung wird als grünes Rückgrat der NBSO West gesichert und durch Pflegemaßnahmen zu einem lichten Gehölzband entwickelt. Die Platzaufweitungen werden durch Werkbetonelemente klar definiert und eingefasst. In der Böschung bilden sie kleine Stützmauern, zu den Innenhöfen Sitzblockelemente. Auf den Plätzen stehen jeweils großzügige Bankobjekte als lokale Treffpunkte.
    An der Schnittstelle zwischen dem grünen Band und den Innenhöfen der Neubebauung werden halböffentliche Inseln vorgeschlagen, die abwechselnd Spielbereiche und Aufenthaltsorte bilden. Diese wohnungsnahen Spielbereiche sind hauptsächlich für kleinere Kinder gedacht; größere Spielbereiche für Kinder und Jugendliche liegen im Brückenpark.
    Da das grüne Band die fußläufige Haupterschließung der NBSO West bildet, werden auch alle Wege durch Mastleuchten din-gerecht ausgeleuchtet. Die Platzaufweitungen des Grünen Bandes erhalten zusätzlich eine bühnenartige Beleuchtung aus mehrflammigen Mastleuchten.

    Vorplatz Wilhelmstraße
    Der Vorplatz bindet sich nahtlos in das Gestaltungskonzept des Grünen Bandes ein. Die obere Wilhelmstraße endet in einer Bastion; der Zugang zum unteren Vorplatz erfolgt über die südlich gelegene Treppenanlage. Der vor der Bastion liegende Platz erhält eine Ausstattung entsprechend dem Grünen Band mit Bankobjekt, Sitzmauern und Spiel- und Aufenthaltsbereich. Zur Betonung der Achse Wilhelmstraße wäre an dieser Stelle auch ein höheres Lichtobjekt denkbar. Die geforderten Stellplätze sind im südlichen Bereich des Vorplatzes angeordnet, so dass der nördliche Bereich mit den Hauseingängen verkehrsfrei gehalten werden kann.

    Brückenpark
    Der Brückenpark bildet das öffentliche Zentrum der NBSO West im Kreuzungspunkt mehrerer Wegebeziehungen in Form eines baumüberstellten grünen Quartierspark mit zahlreichen Funktionsbereichen.
    Die Brückenverbindung zur NBSO Ost wird in einer kreisförmigen Rampe auf die Nord-Süd-Wegeachse des Grünen Bandes geführt. Innerhalb dieser kreisförmigen Rampe liegt der zentrale öffentliche Platz der NBSO West mit einem Café und Außengastronomie. Der Lärmschutz zur Gleistrasse erfolgt durch eine transparente Lärmschutzwand unterhalb der Rampe.
    Im Westen des Brückenparks liegt hinter einer als Lärmschutz dienenden Mülleinhausung mit Wandelement ein Streetballfeld inkl. einer Sportlounge als Treffpunkt für Jugendliche. Im Norden des Brückenparks bildet ein großer Spielplatz mit innovativen Spielangeboten unterhalb der kreisförmigen Rampe und einem großen Aufenthaltsbereich für Eltern den dritten Funktionsbereich.
    Alle geforderten Stellplätze wie auch der Anschluss der Friedrich-List-Straße an die Bahnallee bilden den südlichen Rahmen des Brückenparks.

    ZOB
    Der ZOB wird als eigenständiges und stadträumlich lesbares Objekt zwischen die bestehende Fußgängerzone und die NBSO West gelegt. Die Bahnsteigüberdachungen wie auch der Vorplatz vor dem Bahnhofsgebäude nehmen die Gestaltungssprache des Grünen Bandes auf und transformieren sie in neue Gestaltungselemente. Der Vorplatz empfängt die Reisenden auf einer Intarsie aus polygonalen Platten und öffnet die Blick- und Wegebeziehungen zur Fußgängerzone wie auch zu den Bahnsteigen. Die Überdachungen der Bahnsteige werden ebenfalls aus polygonalen transparenten Elementen gebildet. Im Norden und Süden des ZOB bilden Baumreihen und -gruppen den räumlichen Abschluss des ZOB.

    Oberflächen
    Die Wegeflächen werde entsprechend ihrer Lage unterschiedlich gestaltet. Alle Wegeflächen des Grünen Bandes wie auch des Brückenparks und des Vorplatzes Wilhelmstraße werden als homogene Wegeflächen aus einem abgesplitteten Gussasphalt hergestellt. Die normalen Gehwege parallel zu den Straßen, wie auch die Anliegerstraßen der NBSO West werden mit farblich angepassten Pflasterungen ausgestattet.
    Je nach Funktionsbereich erfolgt eine abgestimmte Wahl der Oberflächen aus EPDM (Sportflächen), Fallschutzkies (Spielbereiche), Sand (Spielbereiche Kleinkind), Rasen (Spiel-/Sportbereiche) und Gräsern/Stauden (wegbegleitende Grünflächen).

    Gehölzkonzept
    Die Grundstruktur wird durch heimische Arten wie beispielsweise Feldahorn (Acer campestre) Winterlinde (Tilia cordata) und Hainbuche (Carpinus betulus) gebildet. Im Bereich des grünen Bandes sind im Bestand bereits Säulen-Pappeln vorhanden, welche weitgehend erhalten werden sollen. Der Saum wird einheitlich mit Säulenpappeln (Populus nigra 'Italica') ergänzt.
    Mittels bewusst gewählter nicht heimischer Arten mit besonderen Blühaspekten, Herbstfärbung und Blattstruktur werden punktuell Akzente gesetzt. Gleichsam wird Bezug auf das Sinnbild der Bahn als „Tor in die Welt“ genommen: Blasenesche (Koelreuteria paniculata, China), Japanischer Schnurbaum (Sophora japonica, Japan und Indien), Trompetenbaum (Catalpa bignonioides, Nordamerika). Als Straßenbaum wird Feldahorn (Acer campestre) als Hochstamm vorgeschlagen. Als Straßenbaum mit besonderem Blühaspekt wird die gefüllte Vogelkirsche (Prunus avium 'Plena') ebenfalls als Hochstamm vorgeschlagen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 11.01.2017, 17:04
Zuletzt aktualisiert 12.01.2017, 15:23
Beitrags-ID 4-133900
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