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  • DE-40668 Meerbusch, DE-40670 Meerbusch
  • 01/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-235765)

Wohnquartier ehemalige Barbara-Gerretz-Schule


  • 1. Preis

    Lageplan, © bbz | SSG

    Landschaftsarchitekten
    bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: STUDIO SCHULTZ GRANBERG - Städtebau und Raumstrategien, Berlin (DE)

    Preisgeld
    14.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Entwurfsprägend ist auf den ersten Blick die Anordnung der prismenförmigen Baukörper. Diese ermöglicht eine nicht uninteressante Raumbildung für den gemeinschaftlichen Bereich. Bei näherer Betrachtung überzeugt der Entwurf durch die Anordnung und Verknüpfung der öffentlichen Räume sowie durch deren sorgfältige, ortsangemessene Gestaltung. Durch die Gemeinschaftsgärten und die Privatgärten können qualitätvolle Außenbereiche entstehen. Die alte Schule begrenzt mit ihrer Fassade eindeutig den öffentlichen Raum. Die Baukörper lassen unterschiedliche und abwechslungsreiche Wohnungsgrößen zu. Nachvollziehbar ist auch die städtebauliche Anbindung der Freiräume an das Umfeld. Gelungen ist die Beibehaltung und Form des alten Schulgartens mit Integration des Steigerturms. Es bleibt jedoch fraglich, ob die Baukörper in dieser Form realisiert werden können. Dies wäre jedoch für die architektonische Besonderheit und die Qualität der gemeinschaftlichen Freiräume nicht unerheblich. Die gemeinschaftlichen und öffentlichen Räume sind deutlich zoniert und lassen eine hohe Qualität erwarten. Hervorzuheben ist, dass die bestehenden Platanen erhalten werden und richtig in die Hofsituation eingebunden sind. Die Erschließung erfolgt überwiegend über drei Tiefgaragen. Dies hat zur Konsequenz, dass das Quartier großteils autofrei bleibt mit guter Funktionalität für den Fußgänger- und Radverkehr. Es stellt sich jedoch die Frage, ob in der Umsetzung die Anordnung der Tiefgaragen tragfähig ist. Der Vorschlag zur Gestaltung des öffentlichen Raumes im Sinne der Integration in den Osterather Ortsteil wird positiv hervorgehoben. Das Stellplatzangebot ist ausreichend, auch wenn einige Stellplätze des REWE-Marktes aufgegeben werden. Hinsichtlich der Eigentümerstruktur ist eine Realisierung in drei Bauabschnitten möglich. Der Beitrag überzeugt durch seine robuste städtebauliche Grundstruktur und lebt von den raumbildenden Baukörperformen. Dennoch zeigt er so viel Flexibilität, hier auch eine andere als die gewählte Bauform städtebaulich qualitätvoll integrieren zu können.


INFO-BOX

Angelegt am 17.01.2017, 12:12
Zuletzt aktualisiert 19.01.2017, 17:41
Beitrags-ID 4-134119
Seitenaufrufe 318