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  • DE-81371 München, DE-81925 München
  • 05/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-253746)

Baugebiet WA11 (Ost) im Planungsgebiet Prinz-Eugen-Park


  • 2. Preis

    Lageplan, © AllesWirdGut Architektur

    Architekten
    AllesWirdGut, Wien (AT), München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Modellbauer: Mattweiss Architekturmodellbau, Wien (AT)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Maßstäblichkeit und Gliederung des Baukörpers wird sehr positiv bewertet. Der Habitus des Gebäudes entspricht der Aufgabe, den genossenschaftlichen Gedanken auszudrücken und erzeugt einen offenen, hochwertigen, modernen und einladenden Eindruck.

    Durch die Konzeption der Gebäudeeinschnitte entstehen qualitativ gleichwertige Wohnungen, vor allem im Bezug auf Belichtung und Grundrissqualität. Die Erschließung mit drei Treppenhäusern und einem verbindenden Mittelgang erscheint wirtschaftlich. Die gut belichteten Mittelgänge weisen durch die Gebäudeeinschnitte mit teilweise angelagerten gemeinschaftlichen Terrassenzonen eine hohe Aufenthaltsqualität auf.

    Eine stärkere Verknüpfung der erdgeschossigen Gewerbeflächen und der Gemeinschaftsflächen insbesondere zum Hof hin erscheint wünschenswert. Der Ansatz der sogenannten „Flexizone“ an der Eugen-Jochum-Straße wird als Idee gewürdigt, eine angemessene Verwertbarkeit im Rahmen der genossenschaftlichen Möglichkeiten wird jedoch aus Sicht der Ausloberin in Frage gestellt. Gegebenenfalls könnten eine Konzentration und Verlagerung der Gemeinschaftsflächen in den Nordflügel mehr Potential für Wohnnutzung im Erdgeschoss des Ostflügels bieten.

    Die Materialität der Fassade mit einem Wechsel vom städtischen Charakter der
    Putzfassaden nach außen zu Holzfassaden im Bereich der Gebäudeeinschnitten erzeugt
    einen reizvollen Kontrast. Die Gebäudekonfiguration wie auch die Fassadengestaltung wird der urbanen Situation gerecht und zeigt auch zum Platz einen angenehmen Rhythmus.

    Kritisch wird angemerkt, dass die Größe der Wohnungen häufig die förderfähigen
    Obergrenzen überschreiten. Auch ist die große Anzahl von Maisonette-Typen problematisch. Die Lage der Tiefgarage unter dem Gebäude wird kritisch gesehen, weil dadurch für die Mieter nutzbare Kellerflächen verloren gehen und eine Situierung der Tiefgarage im Hofbereich wirtschaftlicher zu realisieren ist.