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  • DE-72793 Pfullingen
  • 01/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-240488)

Arbachquartier


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    16.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städträumliche Idee ist über offene Wohnhöfe ein Netz unterschiedlicher Freiräume zu schaffen. Der Quartiersgrundriss wird aus dem Bestand heraus entwickelt als eigenständiges neues Quartier, als klare bauliche Kante zum Landschaftsraum und zu den öffentlichen Strassenräumen.

    Die klar definierten Baufelder bilden gleichermaßen spannungsvolle Stadträume und den robusten Rahmen für die Entwicklung des Areals, die auch in Abschnitten erfolgen kann.

    Der Grünraum der Arbachaue wird selbstverständlich in die Struktur integriert und als Arbachpark zum Rückgrad des Quartiers. Aus regional klimatische Sicht bestehen keine wesentliche Bedenken gegen die städtebauliche Setzung. Kritisch gesehen werden die beiden fünfgeschossigen Hochpunkte, insbesondere das Haus südlich des Arbachs. Die punktuelle Überbauung der freizuhaltenden Grünzäsur entlang des Arbachs ist - trotz des vorgeschlagenen Flächenausgleichs Richtung Norden - aus ökologischen Gründen zu überprüfen und ggf. zu korrigieren. Auf Grund der herausragenden Qualität der Arbachaue ist zu überdenken, ob die Erschließung südlich des Tales dort richtig liegt. Das Regenüberlaufbauwerk ist derzeit nicht erkennbar berücksichtigt.

    Im Realisierungsteil bildet der Quartiersplatz gleichermaßen den räumlichen Auftakt und eine glaubhafte gemeinschaftliche Mitte. Es entsteht dort ein zentraler Platzraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Darüberhinaus ist dort stimmig auch das sogenannte Quartiershaus platziert, indem sich Verbrauchernahe Versorgungseinrichtungen befinden, ebenfalls dort und funktional zum Grünraum des Angers geöffnet befindet sich die zentrale Kindertagesstätte.

    Die Ringerschließungsstraßen haben den Charakter eines Shared-Space als Mischfläche ohne Funktionstrennung. Der ruhende Verkehr ist unter den grünen Wohnhöfen als dezentrales Stellplatzkonzept angeordnet. Die hohe Qualität dieser Binnenräume als Fläche der Gemeinschaft ist ein wesentlicher Punkt dieser Arbeit.
    Die Baukörper und die Typologie und Grundrisse sind eine gute Grundlage für eine weitere Bearbeitung, die angebotenen Laubengang Erschliessung sind zu überdenken.

    Das Motto der Verfasser "Wohnhöfe am Arbachpark" ist eine schlüssige kohärente und angemessene Antwort auf die zentrale Frage des Verfahrens, wie das Areal zukunftsfähig zu entwickeln ist.