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  • DE-71638 Ludwigsburg, DE-71636 Ludwigsburg
  • 01/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-238225)

Bahnhofsareal


  • Gewinner Nach Überarbeitung

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    Bauingenieure
    Brilon Bondzio Weiser Ingenieurgesellschaft, Bochum (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Dortmund (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    27.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Qualität des städtebaulichen Gesamtkonzeptes

    Die Arbeit zeichnet sich durch eine klare städtebauliche Gliederung der Teilbereiche aus.

    Die Bahnhofszone gliedert sich in drei Bereiche: Fahrradparkhaus, Bahnhofsgebäude und ZOB. Das neue Bahnhofsgebäude, mit einem zeichenhaften großen Dach, steht kompakt und gut proportioniert an der richtigen Stelle in der Achse der Myliusstraße. Sowohl Position als auch Integration des historischen Bahnhofsdaches sind nicht nachvollziehbar. Die Überdachung des ZOB ist angenehm zurückhaltend dimensioniert, lässt dabei leider weder architektonische Haltung, Vision noch detaillierte Ausarbeitung erkennen.

    Die vorgeschlagenen punktartigen Gebäude auf dem Keplerdreieck überzeugen in ihrer Anordnung und bilden ein attraktives Ensemble mit dem bestehenden mhplus-Hochhaus. Hinterfragt werden muss jedoch das großmaßstäbliche Gebäude an der Keplerbrücke, bei dem die Gebäudehöhe den Maßstab der umgebenden Bebauung sprengt. Die Ausbildung einer Sockelzone mit eingeschnittenen Atrien ist nachvollziehbar und gewährleistet die Integration großflächiger Nutzungen (z.B. Staatsarchiv oder Parkierung).

    Die vorgeschlagene Blockrandbebauung auf dem Kallenberg’schen Gelände überzeugt und ergänzt die barocke Stadtstruktur in angemessener Weise.

    Der Umgang mit der bestehenden Bebauungsstruktur des Nestlé –Areals, als identitätsstiftendes Element, ist gelungen. Die Ergänzung mit einer neuen Hofstruktur schafft neue stadträumliche Qualitäten und vernetzt Alt und Neu.

    Freiraumqualitäten
    Potential für Freiraumqualitäten ist grundsätzlich vorhanden. Diese können geschaffen werden durch ein Abrücken des ZOB nach Westen und die Überdachung des Bahnhofsvorbereiches. Der Platz westlich der Bahn ist prinzipiell zu begrüßen, in seiner Qualität und Größe bisher jedoch nicht überzeugend.

    Funktionalität des ZOB
    Die Funktionalität des ZOB ist gewährleistet. Die Sägezahnanordnung gewährleistet ein unabhängiges An - und Abfahren der Busse. Leichte funktionale Schwächen in Bezug auf die Gelenkbusse können im Zuge einer Überarbeitung ausgebessert werden.

    Verknüpfung der Stadtbereiche
    Die Verknüpfung der Stadtbereiche durch einen Ersatz des bestehenden Francksteges an gleicher Stelle und in gleicher Größe kann nicht überzeugen. Es fehlt eine großzügige und attraktive Verbindung zwischen West- und Innenstadt.

    Insgesamt bietet der Verfasser ein tragfähiges Konzept mit viel Potential zur Weiterentwicklung an. Der Nachweis hierfür ist zu erbringen.


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