loading
  • DE-76437 Rastatt
  • 04/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-239518)

Ersatzneubau für die Hans-Thoma-Grundschule


  • Anerkennung

    © Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Heinrich Landschaftsarchitektur GmbH

    Architekten
    Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Bregenz (AT), Wien (AT), St. Gallen (CH), Paris (FR), München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Heinrich Landschaftsarchitektur GmbH, Winterthur (CH)

    Preisgeld
    4.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der 2-geschossige Baukörper nimmt die Raumkanten der umliegenden Bebauung auf. Der Eingang erfolgt über einen „Entreehof“ nördlich des Gebäudes. Hierdurch fehlt eine eindeutige Adressbildung für die Schule.

    Im Süden des Grundstücks befindet sich der großzügige Pausenhof, dem Essensbereich vorgelagert.

    Der Baukörper geht auf die topographische Besonderheit des Ortes ein:
    das Erdgeschoss wird auf dem tiefsten Niveau angeordnet, gleichzeitig wird das Obergeschoss fast ebenerdig von der Westseite erschlossen. Dies hat den Vorteil, dass das Gebäude in der Höhe nicht dominant erscheint und die Fluchtwege einfach herzustellen sind. Der Nachteil ist, dass Teile des Erdgeschosses und der Schulhof in das Gelände eingegraben werden müssen.

    Der Grundriss, klar strukturiert, entwickelt sich um zwei Lichthöfe herum. Um den Pausenhof zu erreichen, muss das komplette Gebäude von Nord nach Süd durchquert werden. Die klare Erschließung wird konterkariert durch die Anordnung von Räumen (z. Bsp. Differenzierungsräume) in die Erschließungsflächen, wodurch auch Stichflure entstehen.

    Die Fassaden sind dem konstruktiven Prinzip des Gebäudes entsprechend gegliedert in Sockelzone und Obergeschoss.

    Das Raumprogramm ist erfüllt, hat jedoch funktionale Mängel:
    Anlieferung der Küche, Anbindung des Pausenhofes, Lage des Haupteingangs.

    Die Forderungen der Multifunktionalität und Erweiterbarkeit wurden nicht nachgewiesen. Kubatur und Hüllfläche des Entwurfs liegen im Durchschnitt. Eine wirtschaftliche Umsetzung ist zu erwarten.

    Das Zusammenspiel von Mischbauweise, vorgelagerten Balkonen mit Sonnenschutz, begrüntem Flachdach mit Photovoltaik sowie natürlicher Be- und Entlüftung mit Nachtkühlung berücksichtigt den Aspekt der Nachhaltigkeit angemessen.

    Insgesamt ein interessanter Beitrag, der insbesondere durch Einbindung in die topographischen Gegebenheiten besticht, jedoch funktionale Mängel aufweist.