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  • DE-54427 Kell am See, DE-54290 Trier
  • 01/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-239868)

Erweiterung der Realschule Plus


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    club L94, Köln (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB, Nürnberg (DE)

    Preisgeld
    8.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf überzeugt durch seine Klarheit in der Grundrissorganisation und Prägnanz in der Gebäudeskulptur. Konsequent arbeitet der Entwurfsverfasser das vorgesehene Raumprogramm ein.
    Der Entwurf verbindet fas bestehende Schulgebäude mit einem U-förmigen Neubau, der einen zentralen Pausenhof entstehen lässt. Die im Grundriss präzise angeordneten Klassen- und Fachräume, die alle konsequent nach außen gerichtet sind, werden über einen umlaufenden Flurerschlossen, der großzügig über den Innenhof belichtet wird und Blicke in den Hof sowie in andere Teile der Schule zulässt. Dadurch entsteht eine gute Orientierbarkeit. Altbau und Neubau stehen gleichwertig nebeneinander und schließen sich zu einer Funktionseinheit zusammen.
    Die bestehenden Treppenhäuser werden in das Fluchtwegkonzept integriert und lediglich durch eine neue freie Treppe entlang der Hoffassade ergänz. Diese Treppe verbindet die neuen Geschosse und schließt diese auch räumlich wirksam zusammen.
    Trotz seiner durch das Zusammenfassen der Gebäude entstandenen Größe wirkt der Bau aufgrund seiner Schlichtheit und gekonnten Durcharbeitung passend zu Ort und Nachbarschaft. Die gut proportionierten Fassaden, die mit Ihrer Schieferverkleidung ortstypische Materialien aufnehmen, sind prägnant und zurückhaltend zugleich.
    Der großzügige Eingangsbereich überlagert seine Nutzung als Entree mit Nutzungen als Aula und Musikbereich. Dies wird vom Preisgericht funktional kritisch gesehen, da eine separierte Nutzung quasi nicht möglich ist.
    Der Innenhof ist über einen abgetreppten Außenbereich mit den weiteren Grünflächen verbunden, die sich strukturell in die klare Grundstruktur des Entwurfes einfügen und diesen stärken. Die Busvorfahrt erscheint etwas zu eng und ist ggfs. zu optimieren. Auch bei der Lage des Parkplatzes - vor den Fachunterrichtsräumen und nahe der angrenzenden Wohnbebauung - wird eine Verbesserungsmöglichkeit hinsichtlich des Lärmschutzes erkannt. Die Barrierefreiheit ist gewährleistet.
    Die Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Herstellungskosten des Gebäudes liegt im mittleren Bereich, was zunächst aus der Einhaltung der vorgegebenen Flächen des Raumprogrammes und dem kompakten Bauvolumen resultiert. Die Kosten für die gut durchgearbeiteten Außenanlagen liegen allerdings im Spitzenbereich, was aufgrund der Pläne oder anhand des Erläuterungsberichts jedoch nicht nachvollziehbar ist. Was die Unterhaltspflege anbetrifft dürfte aufgrund der Pflegeintensität vorgeschlagener Innenausbauteile wie lasierte Türen, geschliffener Estrich voraussichtlich mit erhöhten Betriebskosten zu rechnen sein.
    Dem Entwurf gelingt, aus Alt- und Neubau eine schlüssige Funktionseinheit mit einem prägnanten Gesicht zu gestalten.