loading
  • DE-70839 Gerlingen
  • 01/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-234621)

Entwicklung des Baugebiets Bruhweg II


  • 3. Preis

    © hermanns landschaftsarchitektur/umweltplanung

    Landschaftsarchitekten
    hermanns landschaftsarchitektur umweltplanung, Schwalmtal (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: Erich W. Baier Architektur und Städtebau, Gauting (DE)

    Preisgeld
    15.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit schafft klar ablesbare städtebauliche Strukturen und ordnet die Nutzungsbereiche sinnvoll zu. Die Gewerbenutzungen lassen in ihrer dargestellten Struktur nur eine Nutzung als Büroflächen zu – größere flächige Gewerbeeinheiten sind nicht nachgewiesen.

    Der innere, öffentliche Freibereich ist klar gefasst. Er eröffnet eine attraktive Durchwegung von der Innenstadt in den nördlich angrenzenden Freiraum. Eine Integration des Elements Wasser erhöht die Freiraumqualität. Im zentralen Bereich schlägt der Verfasser eine gemeinschaftliche Nutzung/ Gemeinbedarfsnutzung vor, was grundsätzlich vorstellbar ist.

    Zur Ditzinger Straße wird eine Lärmschutzwand vorgeschlagen, die zum Baugebiet hin landschaftlich gefasst wird. Eine Lärmschutzwand ist für das Preisgericht aufgrund der fehlenden Adressbildung und stadtgestalterischer Aspekte entlang der Stadteinfahrt in der dargestellten Form - als nahezu durchgehende 4,5 m hohe Wand - nicht vorstellbar.

    Die Verkehrsführung ist nicht durchgehend nachvollziehbar dargestellt, insbesondere die Erschließung der Parkrandbebauung. Ein zweifacher Anschluss an die Ditzinger Straße ohne Anbindung durch einen Kreisverkehr ist auf Grund der Verkehrsbelastung nicht umsetzbar.

    Positiv bewertet werden die vorgeschlagenen Wohnhöfe, die als Erschließungsbereiche und Treffpunkte für die Nachbarschaften dienen. Die Mischung der Wohnformen ist gut gelungen. Städtebaulich stellt die Parkrandbebauung jedoch eine deutliche Trennung zwischen dem Freiraum und der dahinterliegenden Bebauung um die Höfe dar, was kritisch bewertet wird.

    Die Erreichbarkeit der gewünschten Vernetzung der Freiräume wird durch die zu üppige Baumstellung unterbunden.

    Eine modulare Realisierbarkeit ist gegeben.

    Insgesamt stellt der Entwurf interessante Ansätze vor, insbesondere die städtebauliche Situation der Wohnhöfe wird gelobt, jedoch gibt es im Bereich der Erschließung und der städtebaulichen Reaktion auf die Ditzinger Straße deutliche Schwächen.