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  • DE-10179 Berlin, DE-10179 Berlin
  • 12/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-231481)

Postenhäuser für den Objektschutz der Polizei


  • ein 2. Preis


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    Hersteller
    Veloform Media GmbH, Berlin (DE)

    Verfasser
    Dr. Anselm Franz

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Stadtmöbel unterliegen aus Gründen der Ordnung und Klarheit im öffentlichen Raum einer kritischen Betrachtung. So sie denn mangels Alternativen unvermeidbar sind, sollen sich diese unauffällig in den umgebenden Stadtraum einfügen.
    Für die mehrheitlich stadtbildprägenden Standorte ist eine eigene, zurückhaltende Form zwingend.

    Eine den klassischen Architekturordnungen folgende Gestaltung schafft eine Verbindung mit dem mehrheitlich historischen, oder einem zumindest historischen Vorbildern nachgebildeten Umfeld.

    Mit einer zylindrischen Grundform einer Säule gliedert sich das Postenhaus Veloform in den Sockel, den Mittelteil sowie das Dach. Der Sockel ist tragendes Teil des Postenhauses. Dies wird erkennbar durch den reinen Sichtbeton, welcher die notwendige Stabilität und Unverrückbarkeit zeigt.

    Der Mittelteil, vertikal gegliedert durch vier Edelstahlstützen, stellt eine rundum transparente Verbindung zum Außenraum her und bietet dennoch Witterungsschutz. Das zurückhaltend flache Dach schließt mit einem leichten Überstand die Form.

    Die Rundform bietet bei einem gut nutzbaren Innenraum die von allen Seiten kleinste Ansichtsfläche und trägt so zu der unauffälligen Statur bei.

    Die Materialien sind für den gestalterischen und technischen Anforderungen entsprechend ausgewählt. Beim Standardtypus sind dies Beton, Edelstahl und Polycarbonat-Glas (entspiegelt, abriebfest) - klar erkennbare Materialien.

    Bei stationären Postenhäusern sind umfeldassoziierende Anpassungen durch die Einfärbung des Sichtbetons oder einer klassischen Beschichtung des Edelstahls in anthrazitfarbenem Glimmerlack, sowie für den Sockel scharrierte Oberflächen möglich.

    www.veloform.com

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das im Grundriss kreisförmige Postenhaus beruht auf einem Systembaukasten für vergleichbare Stadtmöbel. Es wurde im Hinblick auf seine Grundkonzeption gegenüber der 1. Fassung beibehalten. Damit bleibt die Problematik einer gewissen Beliebigkeit und unspezifischen Formgebung bestehen, die anspruchsvollen städtebaulichen Situationen vielleicht nicht immer gerecht wird. Es besteht der Wunsch das Bauwerk stärker individuell zu gestalten. Die funktionalen Anforderungen werden gut erfüllt. Der Hersteller greift auf erprobte und serienmäßige Bauteile zurück. Die Polycarbonat-Verglasung bietet zusätzliche Sicherheit gegen Gewalteinwirkung von außen. Die Größenüberschreitung im Grundriss ist weiterhin gegeben. Insgesamt bietet der Entwurf eine sehr durchdachte Funktionalität und einen hohen Durcharbeitungsgrad im avisierten Kostenrahmen. Bedingt durch die Verwendung eines angepassten Systembaukastens bleibt die gestalterische Qualität begrenzt.


INFO-BOX

Angelegt am 06.02.2017, 09:56
Zuletzt aktualisiert 16.02.2017, 10:49
Beitrags-ID 4-135131
Seitenaufrufe 71

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