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  • DE-79224 Umkirch
  • 02/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-255728)

Neubau Wohn- und Geschäftsgebäude Ortseingang


  • 1. Preis

    Wettbewerbsperspektive Ortseingang Umkirch, 1. Preis mit Echomar Architekten, © LINK3D Freiburg

    Visualisierer
    LINK 3D - Wettbewerbsperspektiven und Architekturvisualisierung, Freiburg im Breisgau (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Link

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ECHOMAR, Oberkirch (DE)
    Architekten: Müller + Huber Architekten, Oberkirch (DE)

    Preisgeld
    16.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Den Verfassern der Arbeit gelingt es, sich vermeintlich widersprechende Lösungsansätze des Grundstücks zu vereinen.

    Es gelingt, auf dem in den 70er Jahren mit eigenem Duktus erbauten, kräftigen Areal auf der verbliebenen Restfläche einen angemessenen Abschlusspunkt zu setzen. Das Gebäude besitzt in seiner Ausbildung die nötige Ausdruckskraft.

    Die Vermittlung zwischen dem neu entstandenen Gewerbegebiet und dem bestehenden Wohnbauareal aus den 70ern gelingt ebenfalls.

    Es wird die problematische Kreiselanordnung und die über die "Rückseite" definierte Haupterschließung, von Umkirch aus östlicher Richtung, mit einer skulpturalen Landmarke besetzt. Sie nimmt die Ausrichtung der Wohnungsbauten aus den 70er Jahren auf und definiert im selben Moment durch die stufenweise Verformung einen Solitär am Ortseingang.

    Für die beiden Nutzungen, dem Wohnungsbau und der Niederlassung der Fa. Schleith, gelingt es auf einfachen Weg, jeweils eine klare Zuordnung und damit eine eindeutige Adressbildung herzustellen. Der Wohnungsbau wird von der Hauptstraße erschlossen und der Firmeneingang von der Brugestraße.

    Mit den zwei tiefen Geschossen des Erdgeschosses und des 1. OGs werden alle notwendigen Flächen für die Fa. Schleith mit einem kräftigen Sockel in Szene gesetzt. Auf diesem setzen sich kaskadenartige 6 Wohnungsebenen, die attraktive Wohnungen mit großzügigen Terrassen besitzen und in der Gesamterscheinung eine signifikante Skulptur ergeben, wenngleich diese Außenbereiche alle dem verkehrsträchtigen Kreisel zugeordnet sind. Ideal um im Sinne der Kernkompetenz der Fa. Schleith im Umgang mit Beton ein Zeichen zu setzen, den Ortseingang zu definieren und gut vermarktbare Wohnungen zu garantieren.

    Kritisch sieht die Jury die etwas zu schlanke Gebäudetiefe. Hier empfiehlt sich eine Verbreiterung, die andere Grundrissvarianten ermöglicht. Es ist ebenfalls zu überlegen, ob ein weiteres Stockwerk die aufgegriffenen Qualitäten fördert. Alle Abstandsflächen zu dem Nachbar und zu den öffentlichen Straßen sind erfüllt.

    Insgesamt stellt die Arbeit einen sehr guten Lösungsansatz dar, dem es ohne sichtlichen Zwang gelingt, die Synthese der Widrigkeiten des Ortseingangs zu einem markanten, städtebaulich wirksamen Hochbau zu formen.