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  • CH-9500 Wil
  • 12/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-256140)

Studienauftrag Obere Weierwis


  • Teilnahme

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: TOM MUNZ ARCHITEKT, St.Gallen (CH)
    Bauingenieure: Borgogno Eggenberger + Partner AG Bauingenieure, St. Gallen (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Vom Stadtkern ausgehend unterteilen die Autoren des Entwurfes die auslaufende Bebauung als dichte bzw. lose Vorstadt. Folgerichtig setzen sie stadtwärts ein grösseres, dreigeschossiges Gebäude, welches die kompaktere Vorstadt mit einer viergeschossigen Erhöhung zum Abschluss bringt.
    Sein stirnseitiges Gegenüber ist ein dreigeschossiger Kopf, an den ein längerer zweigeschossiger Trakt angegliedert ist, gefolgt von einem baugleichen Haus. Die beiden Häuser B und C weisen mit ihren höheren Teilen zum Haus A hin. Dazwischen soll sich eine Art Torsituation bilden. Die Zäsur tritt denn in der Ansicht auch plausibel in Erscheinung, die versetzte Wegführung verunklärt jedoch die Erlebbarkeit.
    Von der Weierwies her gesehen fallen die erheblichen Anschüttungen ins Auge, welche die Häuserreihe aus dem Hang herausheben. In der Tat sind Erdgeschosse um zwei Meter höher als das gewachsene Terrain angesetzt. So kommt die Dachfläche auch bei den zweigeschossigen Gebäudeteilen ähnlich hoch zu liegen wie bei dreigeschossigen aber auf dem Gelände angesetzten Bauten.
    Die Zufahrt und der barrierefreie Fussgängerdurchgang zum Park sind sinnvoll bei Haus A platziert. Der Weg in den Park strahlt aber zu wenig Öffentlichkeit aus. Die Konzentration der Erschliessung ermöglicht eine durchgängige Wohngasse. Dank ihrer Zonierung durch Bäume und durch die vor- und zurückspringenden Mauern der Vorgärten bietet die Gasse gut nutzbare Räume und Nischen mit Aufenthaltsqualität. Die Strauchbepflanzung der Vorgärten ist nicht das richtige Mittel, um Atmosphäre zu schaffen, sie wirkt eher als rigide Barriere. Der direkte Anschluss an den Park mit einer offenen, von Bäumen gegliederten Blumenwiese dagegen ist gut vorstellbar. Klare, gut gewählte Typologien stehen einer etwas unausgegorenen gestalterischen Ausarbeitung gegenüber.

    Die Wohnungsgrundrisse werden den entgegengesetzten Richtungen von Besonnung und Aussicht mit durchgehenden Wohnräumen gut gerecht. Die Südterrassen der Häuser B und C bieten wegen der Nähe unter sich und zu der Erschliessung wenig Intimität. Gleiches gilt insbesondere im Erdgeschoss, wo die Hauszugänge direkt an den Sitzplätzen vorbeiführen. Der lange, tiefe und breite Graben der Zufahrtsrampe unterbricht den Zwischenraum von erster zu zweiter Bautiefe und beeinträchtigt erheblich die Qualität der Zugangssituation zu Haus A.

    Prinzipiell hat die städtebauliche Setzung mit drei grossen baulichen Einheiten im Aussenraum eine geringe visuelle Durchlässigkeit zur Folge. Die Grundfläche der Bauten erschwert deren gute Einbettung in die Topographie.


INFO-BOX

Angelegt am 13.02.2017, 14:18
Zuletzt aktualisiert 16.02.2017, 12:36
Beitrags-ID 4-135650
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