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  • DE-71672 Marbach am Neckar
  • 02/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-252768)

Bereiche westlich und nördlich der Stadtmauer mit Lederfabrik Oehler


  • ein 3. Preis

    © w+p Landschaften

    Landschaftsarchitekten
    w+p Landschaften, Berlin (DE), Offenburg (DE), Schiltach (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Hans-Jörg Wöhrle

    Mitarbeit
    Ana Stifanic

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Lieb + Lieb Architekten BDA, Freudenstadt (DE)

    Preisgeld
    6.400 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Leitidee der Freistellung des Hangfußes der historischen Altstadt stellt ein tragfähiges Konzept für den neuen Stadteingang Marbachs dar.
    Die vorgeschlagene Vernetzung zwischen Altstadt und Neckar über bestehende Wege und Platzabfolgen wirkt funktional und angemessen und wird positiv gewertet. Insbesondere der neue Aufgang zum Haspelturm mit vorgelagertem Stadtbalkon bietet eine neue Wegeführung mit interessanten Blickbeziehungen.

    Die beiden Bauabschnitte des Outlet-Gebäudes der Firma Oehler als Solitärgebäude direkt angrenzend an die Landesstrasse L1100 bietet genügend Abstand zum Hangfuß um den historischen Mühlweg freizustellen und an den neuen Stadtplatz anzubinden. Die dadurch entstehende Anbindung des unteren Mühlwegs über den Parkplatz des Outlets und die Fußwegeverbindung zur Anlegestelle wird dagegen kritisch gesehen.

    Die Gebäudekonzeption mit dem transparenten Verkaufsraum im Erdgeschoss ist nachvollziehbar, führt aber zu starken funktionalen Einschränkungen bei der Nutzung der Lagerräume im Obergeschoss.
    Das Verkaufsgebäude setzt mit der vorgeschlagenen Architektur und Fassadengestaltung einen kraftvollen Akzent als Stadttor scheint aber für den Ort und die gestellte Aufgabe überzogen. Der dreigeschossige Baukörper schränkt durch seine Massivität sowie seine zu weit nördliche Anordnung die Sichtverbindung zur Altstadt unnötig stark ein.
    Der erste Bauabschnitt wirkt zufällig platziert. Die Position des Bürogebäudes im 2. Bauabschnitt direkt am Hangfuß wird kontrovers diskutiert und verdeckt denselben.

    Die Anbindung der Schiffsanlegestelle mittels ebenerdiger Querung der L1100 hat wenige Chancen auf Realisierungsfähigkeit. Die Aufweitung des vorhandenen Radwegs zu einem kombinierten Fuß- und Radweg birgt Konfliktpotential.
    Die Entwicklung zusätzlicher Parkierungsmöglichkeiten wird positiv gewürdigt, hinsichtlich der Anfahrbarkeit aufgrund der Nähe zum Kreuzungsbereich kritisch gesehen.
    Der für Reisebusse notwendige Bushalt ist nicht erkennbar.

    Die Arbeit weißt in ihrem städtebaulichen Grundkonzeption einen guten Beitrag zur gestellten Aufgabenstellung auf. Die Positionierung und Gebäudeform, vor allem des Verkaufsgebäudes, stehen dagegen im Widerspruch.