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  • DE-10557 Berlin
  • 12/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-256531)

Neubau eines Bürogebäudes am Otto-Weidt-Platz, Europacity Berlin


  • Anerkennung

    Ansicht Heidestraße Nord, © LH Architekten

    Architekten
    LH Architekten, Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Fassadenplaner: DS-Plan Ingenieurgesellschaft für ganzheitliche Bauberatung und Generalfachplanung GmbH, Köln (DE), München (DE), Stuttgart (DE), Hamburg (DE)
    Tragwerksplaner: Wetzel & von Seht, Hamburg (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    7.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit macht den Vorschlag einer geschickten städtebaulichen Gliederung der Traufhöhen: an der Heidestraße soll ein Staffelgeschoss entstehen, damit an der Straßenfront die Traufhöhen der benachbarten Blöcke weitergeführt werden können. Durch die niedrigere Traufe wird der Akzent des Hochpunktes an der Ecke eindrucksvoller. Die Proportion des Baukörpers gewinnt insgesamt an Prägnanz. Der geringe Rücksprung des Staffelgeschosses führt jedoch dazu, dass das Staffelgeschoss im Straßenraum der Heidestraße von verschiedenen Punkten aus noch als siebtes OG sichtbar ist. Dieses sichtbare Staffelgeschoss entspricht nicht der städtebaulichen Vorgabe, auf Staffelgeschosse zu verzichten. Auch in Planstraße 2.1 variiert der Entwurf die Traufhöhe. Hier wird mit einer Fünfgeschossigkeit ein baulich zurückhaltender Anschluss an die benachbarte Wohnbebauung vorgeschlagen. Die niedrigere Bauhöhe aus Südosten verbessert die Belichtungssituation des Hofes. Auch das Angebot einer größeren Dachterrasse wird positiv gesehen. Um optisch die Flucht der Traufe zum sechsgeschossigen Nachbarn zu halten, wird die Höhe des 6.tes OGs baulich auf der Terrasse durch die Weiterführung der vertikalen Fassadenelemente erreicht. Dies wirkt als oberer Abschluss der Fassade in der Planstaße unbefriedigend. Die Fassade ist sonst insgesamt sehr klar und rational gegliedert und vermittelt an der Platzfront einen angemessen repräsentativen Eindruck. Der Wechsel der Neigungsrichtung der Laibungen führt zu einer baukörperlichen Zäsurbildung und gibt den Fassaden Plastizität und eine gewisse Richtung. Anstelle der vorgeschlagenen L-förmigen Brüstungsverkleidungen in Naturstein wäre alternativ auch eine Ausführung Werkstein denkbar. Dies würde es ermöglichen, die störenden horizontalen Teilungen in den spitzwinkligen vertikalen Fassadenelementen in jedem Geschoss wegzulassen. Die Grundrisse und innere Erschließung sind klar strukturiert, flexibel nutzbar und gut unterteilbar. Der Eingang und das Foyer sind gut auffindbar, haben eine angemessene Größe und kühle und moderne Anmutung. Kritisch zu sehen ist die akustische Abhangdecke und das hoch gelegene Vordach an der Heidestraße, das keinen Wetterschutz bietet. Auch die geschlossene Wandscheibe neben dem Eingang verlässt zu stark die Gliederung der übrigen Fassaden und schränkt die Nutzbarkeit des EG-Grundrisses etwas ein. Der Seerosenhof im UG ist als Vorschlag Tageslicht in die Tiefgarage zu ermöglichen interessant. Jedoch geht dabei Hof- und Parkplatzfläche verloren.