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  • DE-13057 Berlin, DE-10315 Berlin
  • 02/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-241964)

Neuer Schulstandort Wartiner Straße, Neubau Schule und Sporthalle


  • Anerkennung

    © Hess / Talhof / Kusmierz / Architekten und Stadtplaner BDA

    Architekten, Stadtplaner
    Hess / Talhof / Kusmierz Architekten und Stadtplaner, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Thomas Hess , Johannes Talhof , Fedor Kusmierz

    Mitarbeit
    Felix Lowin

    Preisgeld
    8.500 EUR

    Erläuterungstext
    Für den Schulstandort wird ein kompakter, fünfgeschossiger Neubau vorgeschlagen. Die Platzierung im Westen des Baugeländes schafft eine klare Adressbildung an der Wartiner Straße. Durch die gewählte Situierung des Gebäudes entsteht auf dem Grundstück ein neuer, öffentlicher Vorplatz an der Ecke Falkenberger Chaussee / Wartiner Straße und ein geschütztes, zu den „Krugwiesen“ orientiertes Schulgelände. Wir schlagen vor die Dreifachturnhalle in den Baugrund einzusenken und ihre Erschließungs- und Nebenräume unter den Schulbau zu schieben, damit großzügige und zusammenhängenden Pausen- und Freibereichen am neuen Schulstandort entstehen können. Durch seine freie Stellung bildet der klare Baukörper einen exponierten Eckpunkt im Stadtraum und markiert den Abschluss der großmaßstäblichen Baustrukturen des Wohngebiets im Süd-Westen. Gleichzeitig stellt das neue Schulhaus die neue und kraftvolle Mitte im Ensemble der drei benachbarten Schulen dar.

    Schule ist mehr als nur ein Ort zum Lernen. Schule ist Lebensraum, in dem Schüler und Lehrer viel Zeit miteinander verbringen. Räumliche Vielfalt ist daher von zentraler Bedeutung. Das vorgeschlagene Gebäude organisiert sich in seinem Inneren wie eine Stadt im Kleinen - mit Elementen wie Häusern, Straßen, Wegen, Plätzen, Brücken, Stufen oder Terrassen. Die einzelnen Elemente sind dabei differenziert miteinander verbunden - sowohl räumlich als auch über Blickbezüge. Unterschiedliche Räume und deren Verknüpfung bieten zahlreiche Möglichkeiten zur flexiblen Nutzung. Dabei gibt es Bereiche der Kommunikation und der Konzentration. Schüler und Lehrer können je nach Situation entscheiden, ob und wie weit sie sich zur Gemeinschaft öffnen oder zurückziehen.

    Der neue Schulstandort für die integrierte Sekundarstufe ist als kompaktes Haus mit einer klaren funktionalen Schichtung auf fünf Obergeschossen organisiert. Dabei bildet das lichte und zentrale Atrium zugleich Mitte und Herz des Hauses. Offene Treppen, Stege und Galerien sorgen für eine gute Orientierung und für kurze Wege im Gebäude. Gleichzeitig ist der Erschließungsraum durch seine vielfältig nutzbaren Zwischenzonen ein multifunktionaler Kommunikations- und Aufenthaltsraum, der eine Vielzahl informeller Lernformen ermöglicht und durch spannende Blickbezüge eine hohe Aufenthaltsqualität besitzt.

    Das rechteckige und von außen einfach und klar wirkende Schulhaus besitzt ein komplexes Innenleben. In den vier Obergeschoßen reihen sich je vier Raumbänder ringförmig umlaufend um das zentrale Atrium entlang der Fassade auf. Im Erdgeschoß erstrecken sich die Raumbänder nur entlang der beiden Längsseiten, so dass über die beiden Stirnseiten eine Durchlässigkeit und Öffnung zum Vorplatz nach Norden bzw. zum Schulhof nach Süden erreicht wird. Im Gebäude-Innenraum wird die als Rahmung wirkende Raumstruktur um das von oben natürlich belichtete Atrium mit einem komplexen Gefüge aus kleineren und besonderen Räumen aufgefüllt. Zwei offene Treppen und Stege vernetzen die unterschiedlichen Schulbereiche, verbinden die Galerien und schaffen vertikale Kurzschluss- Verbindungen. Durch das Versetzen und Staffeln der Sonderräume und der Nutzung von Vor- und Rücksprüngen als Lese- und Lernterrassen entstehen im Inneren der Schule differenzierte und räumlich vielfältige Angebote - für Individualität und Gemeinschaft, für Konzentration, Rückzug und Kommunikation.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.