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  • 12/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-237784)

Objektplanung Gebäude / Technische Ausrüstung / Tragwerksplanung / Objektplanung Freianlagen / Objektplanung Innenräume / Bauleitung, Objektüberwachung / Generalplanerleistung

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  • 3. Preis

    © AllesWirdGut

    Architekten
    AllesWirdGut, Wien (AT), München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH, Wien (AT)
    Landschafts- / Umweltplaner: MAN MADE LAND, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Gawaplan Ges.m.b.H, Wien (AT)
    Energieplaner: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Konzept/Idee
    Der Entwurf überzeugt durch eine eindeutige Disposition zweier klarer Baukörper entlang der Motardstrasse. Die vorgeschlagene Erschließungsstruktur verknüpft sinnvoll die Funktionsbereiche und definiert die Außenbereiche im Übergang zu den Bestandsgebäuden und Flächen.

    Baukörperfügung/Fassade
    Der gewollte, schwebende Eindruck der völlig abstrakten, spiegelnden Baukörper, will sich beim Betriebsgebäude eher nicht einstellen und wird im Falle der Sicherheitszentrale mit hohem Aufwand, nur durch ein nicht nutzbares (unnötiges) Luftgeschoss erzeugt. Gelingt es beim Betriebsgebäude noch die Lesbarkeit seiner Funktion zu gewährleisen, gleicht die aufwendige Baukörperfügung der Sicherheitszentrale im Duktus eher einem Museum. Deutlich wird dies durch die aufwendige Doppelschaligkeit der Fassade, nur um den störenden Anblick des sinnvollen, außenliegenden Sonnenschutzes zu vermeiden. Die Wahl des Atriumprinzips lässt jedoch trotz der abstrakten äußeren Form gute Arbeitsplatz- und Aufenthaltsqualitäten erwarten.

    Funktion
    Der Kundenbereich ist übersichtlich und nutzfreundlich organisiert. Die räumliche Aufweitung im Erdgeschoss erfährt eine logische Entsprechung im Obergeschoss. Die Garagen werden Kompakt im Erdgeschoss unter der Rohrnetzbetriebsstelle organisiert. Die dadurch verfügbare Geschossfläche wird im Obergeschoss zum einen im Sinne der klaren Außenwirkung des Baukörpers und zum anderen als Angebot an die Mitarbeiter als Dachgarten genutzt.
    Die Sicherheitszentrale sowie der Laborbereich werden im kombinierten Ein- und Zweibundsystem um einen Innenhof organisiert. Dies gewährleistet bei hoher Flexibilität in der Nutzung, gute innenräumliche Qualitäten.

    Konstruktion/Gebäudetechnik
    Die gewählten konstruktiven Systeme lassen aufgrund des Einsatzes von Fertigteilen eine relativ günstige und rasche Realisierung erwarten. Der sehr Umfängliche Eingriff im Bestandsgebäude als Eingangshalle Sicherheitszentrale wird als schwerlich realisierbar eingestuft. Die ganzheitliche Betrachtung der gebäudetechnischen Aspekte, sowie deren Integration in das Gebäude und die grundstücksspezifischen Bedingungen werden positiv bewertet.

    Fazit
    Eine reifer, gut durchgearbeiteter und professionell präsentierter Entwurf, der jedoch im Hinblick auf die Angemessenheit der gestalterischen Mittel in Bezug auf die eigentliche Bauaufgabe zu viel wollte.