loading
  • AT-1120 Wien, AT-1030 Wien
  • 02/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-237998)

Areal Eurogate II - Neubau Bildungscampus Aron Menczer


  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Kräftner Landschaftsarchitektur, Wien (AT) Büroprofil

    Mitarbeit
    Karo Gump

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: schluderarchitektur, Wien (AT)
    Tragwerksplaner: RWT PLUS ZT GmbH, Wien (AT)
    Bauingenieure: Woschitz Engineering ZT GmbH, Eisenstadt (AT)
    Brandschutzplaner: brandRat ZT GesmbH, Wien (AT)

    Erläuterungstext
    Die Gestaltung des Campus-Gartens führt das Spiel der Fassaden im Freiraum weiter. Im Zusammenspiel mit der Topographie und der Positionierung des Baukörpers (vor- und zurückspringende Fassaden) entstehen Räume für das gemeinsame Spiel in der Gruppe, Bewegungsflächen und Rückzugsbereiche. Unterschiedliche Altersgruppen können Teilbereiche gleichzeitig nutzen (Hof als gemeinsame Mitte, offene Spielwiese) oder finden jeweils geeignete Spiel- oder Bewegungsmöglichkeiten vor (Hartplatz, Beach-Volley-Ball, Spieleböschung).Stille Rückzugsorte sind dem Gebäude vorgelagert (Kunst- und Studiergarten, Therapiegarten Biber 6). Spiel- sowie Sportflächen und die offene Spielwiese sind im nördlichen Bereich des Campus positioniert.
    Die synergetische Nutzung von Teilbereichen mit der Öffentlichkeit (über barrierefreien Zugang vom Leon-Zelman-Park) schafft einen Mehrwert für das Quartier und bindet das Campusareal gut in das öffentliche Leben ein.
    Das Naturerlebnis ist ein wichtiger Aspekt in der Entwicklung aller Altersgruppen, dementsprechend wird einer Bepflanzung von Teilflächen mit Sträuchern, Stauden und Baumpflanzungen mit unterschiedlichen Qualitäten, Baumreihen sowie -gruppen und Naturwäldchen ein hoher Stellenwert im Campus eingeräumt. Die Fassadenbegrünung entlang der Adolf-Blamauer-Gasse ist zusätzlicher ökologischer Mehrwert. Alle Teilbereiche des Campus sind barrierefrei erreichbar, über das Wegenetz wird der Höhenunterschied im Gelände aufgenommen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebauliche Einbindung in die örtlichen Gegebenheiten

    Der Baukörpers, der sich mit seiner markanten formalen Ausprägung und durch seine geringe Höhe im städtebaulichen Kontext eindeutig als öffentliche Einrichtung definiert, wird bezüglich seiner starken Zeichenhaftigkeit, seiner Stellung auf dem Grundstück sowie der Einbindung in die Umgebung sehr positiv bewertet. Aus dem Erstentwurf bleibt auch die hohe Qualität des Rampenbauwerks an der Adolf-Blamauer-Gasse erhalten. In Bezug auf die Freiraumgestaltung werden interessante Nischenbildungen (z.B. Sinnesgarten) sowie auch die Zuordnung der grünen Terrassen zu den Bildungsräumen positiv gesehen. Die Höhenunterschiede in den Außenanlagen sind nicht überall ablesbar. Auch weist das Konzept der Freianlagen einen hohen Versiegelungsgrad auf.


    Gestalterische und räumliche Qualität sowohl des Innen- als auch des Außenraums

    Das Grundrisskonzept ergibt eine optimale funktionelle Vernetzung der Raumeinheiten. Die interne Erschließung, die über drei Erschließungskerne organisiert wird, zeigt attraktive, kurze Wegeverbindungen. Die Grundrisse der Bildungsbereiche wurden weiterentwickelt und verbessert, wenn auch einzelne ungenügend belichtete Multifunktionsbereiche und Erschließungsflächen ungelöst verbleiben. Kritisch beurteilt wird die räumliche Qualität des Saales im UG. Die Belichtung des Saales ausschließlich über Oberlichtbänder gibt dem Raum durch die fehlenden, direkten Außenbezüge eine ungünstige räumliche Wirkung. Auch die Ausgestaltung der Fassaden wird bezüglich ihrer Charakteristik, die der eines Bildungsbaus grundlegend widerspricht, sowie auch in technisch-funktioneller Hinsicht in Frage gestellt. Die Qualität des Außenraums wurde insbesondere durch die Vergrößerung des Hofes weiter verbessert und in diesem Sinne positiv beurteilt.


    Umsetzung des räumlich-pädagogischen Konzepts im Innen- und Außenraum

    Die Empfehlungen zur Überarbeitung des Projekts werden im wesentlichen vollinhaltlich umgesetzt. Insbesondere wird die geforderte Nahebeziehung der Biber 5 und 6 gut gelöst. Generell wird den pädagogischen Anforderungen in der Präzisierung der Biber-Grundrisse, insbesondere durch Ergänzung direkt zugeordneter Freiflächen, entsprochen. Die Musikschule ist gut angebunden und die Raumstruktur in diesem Bereich entspricht den inhaltlichen Vorgaben. Aus pädagogischer Sicht erhält das Projekt aufgrund optimaler interner Funktionsbeziehungen, die ein kooperatives Arbeiten über die einzelnen Biber-Bereiche hinweg gut unterstützen, sehr positive Bewertungen.


    Umsetzung der funktionellen, logistischen und verkehrstechnischen Vorgaben

    Die im städtebaulichen Kontext positiv bewertete Rampenanlage wird in der Umsetzung der verkehrstechnischen Vorgaben ebenfalls positiv bewertet. Auch die übrigen Lösungsansätze in Bezug auf Vorplatzgestaltung, Anlieferung und Situierung der Stellplätze sind überzeugend. In der Ausgestaltung der Fluchtwege bleiben Fragen offen, die allerdings in einer Überarbeitung des Fluchtwegskonzepts lösbar erscheinen. Im Bereich der Anlieferung wird die Lage des Müllraums hinterfragt.

    Wirtschaftlichkeit in Bau und Betrieb

    Die Wirtschaftlichkeit des Projektes ist gegeben.


INFO-BOX

Angelegt am 07.03.2017, 16:02
Zuletzt aktualisiert 15.03.2017, 12:19
Beitrags-ID 4-136832
Seitenaufrufe 81