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  • DE-54492 Zeltingen-Rachtig, DE-56068 Koblenz
  • 03/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-244157)

B50 Rastanlage Moselblick mit Aussichtspunkt


  • 2. Preis

    © Franz Reschke Landschaftsarchitektur / Jan Derveaux Architektur / Rimpau & Bauer Architekten / Freie Planungsgruppe Berlin / Studio Sophie Jahnke

    Landschaftsarchitekten
    Franz Reschke Landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Franz Reschke

    Mitarbeit
    Janina Gäckler, Annika Schridde, Lasse Malzahn, Juliane Wichtmann

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Jan Derveaux, Berlin (DE)
    Architekten: Rimpau & Bauer Architekten, Berlin (DE)

    Preisgeld
    15.000 EUR

    Erläuterungstext
    in Kooperation mit:
    Jan Derveaux Architektur
    Rimpau & Bauer Architekten
    Freie Planungsgruppe Berlin GmbH
    Studio Sophie Jahnke

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Leitidee, einen Plateaupark als großzügige Freifläche auszubilden, wird vom Preisgericht
    begrüßt. Der Entwurf besticht durch eine kompakte Anordnung der Funktionseinheiten.
    Aufgrund der vorwiegend randlichen Anordnung wird die landschaftstypische, Tonsur-
    artige Kontur der Moselhänge wie selbstverständlich zitiert. Das schlüssige Wegekonzept
    als Rundwegesystem verbindet die Zielpunkte im Raum und bietet gute Verknüpfungen
    mit dem bestehenden Wegesystem. Eine geschickte Auftaktbildung am Vorplatz
    des Aussichtturmes bietet den Bezug in den Wiesenraum.
    Das Wegenetz wird für Besucher und Nutzer durch ein begleitendes, variabel gestaltbares
    Infosystem, positiv ergänzt. Der Treppenweg bietet eine baulich angemessene und
    schlüssige Verbindung vom Flusstal zum Plateau.
    Die Baulichkeiten sind richtig positioniert und bieten in der freien Fläche prägnante Orte.
    Der Turm mit umlaufender Aussichtsmöglichkeit setzt eine deutliche Markierung an markanter
    Stelle. Jedoch ist eine barrierefreie Nutzung des Bauwerks nicht möglich. Er erhält
    durch die Bespannung eine hohe Transparenz. Die vorgeschlagenen, größer werdenden
    Maschenweiten, verstärken den Eindruck der Verschmelzung zur Landschaft. Der gewählte
    architektonische Kontrast der Schutzhütte zum Turm in ihrer Materialität und Charakteristik
    wird vom Preisgericht unterschiedlich bewertet.
    Die großzügige Belassenheit der extensiven Wiesen wird als förderlich angesehen für die
    landschaftsökologische Funktion. Die zurückhaltende Ergänzung von Gehölzen an der
    Hangkante rundet das räumliche Konzept konsequent und angemessen ab. Die Flächenversiegelung
    liegt im Vergleich der Arbeiten im unteren Bereich. Die Arbeit lässt eine wirtschaftliche
    Umsetzung erwarten, die nur geringen Pflegeaufwand erfordert.
    Der Entwurf überzeugt insgesamt durch seinen angemessenen Umgang mit dem Landschaftsraum.