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  • DE-54492 Zeltingen-Rachtig, DE-56068 Koblenz
  • 03/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-244157)

B50 Rastanlage Moselblick mit Aussichtspunkt


  • Anerkennung

    © ELEMENT A Architekten

    Architekten
    ELEMENT A, Heidelberg (DE), München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: hofmann_röttgen LANDSCHAFTSARCHITEKTEN BDLA, Limburgerhof (DE)

    Preisgeld
    3.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Leitidee und ihre konzeptionelle Umsetzung ist eine Metapher auf das Terroir und die Geologie der Kulturlandschaft. Schollenartig aufgeschüttete Plateaus an Aussichtsstation, Rast- und Freizeitbereich sowie an der Basis von 3 Brückenpfeilern werden in Anlehnung an Weinbergterrassen als besondere Gestaltungsschwerpunkte herausgestellt. Die gewählten Materialen, Farben und Texturen sind dem Kulturraum entlehnt.

    Allerdings vermag die Arbeit dem formulierten Anspruch ihrer Leitidee in der planerischen Umsetzung in der Gestaltung der Landschaft nicht gerecht zu werden. Hier überzeugt sie in der konkreten Ausarbeitung nicht. Lediglich die Architekturelemente treten hier besonders anerkennenswert hervor.

    Die vorgegebenen Programmanforderungen werden hinreichend erfüllt. Jedoch lassen Teilbereiche funktionale und gestalterische Schwächen erkennen. Es fehlt u.a. eine Wendemöglichkeit im Bereich der Freizeitanlage, Fahr- und Fußgängerverkehr überlagern sich. Die Barrierefreiheit wird in der Erschließung nicht durchgehend berücksichtigt. Eine Umsetzung der vorgeschlagenen baulichen Maßnahmen wird einen erhöhten finanziellen
    Aufwand bedingen.

    Zwar sind die Hochbaumaßnahmen gut gelungen, jedoch wirkt deren Zusammenspiel mit freiraumplanerischen Aspekten unabgestimmt. Die Entwicklung der gebauten Schieferkanten bzw. Schollenränder erscheint beliebig. Die Höhenentwicklung des Geländes und der Wegeführung im Gelände ist widersprüchlich zum Bestand und nicht nachvollziehbar ausgearbeitet.

    Die vorgeschlagenen Mauern sind als Strukturelement und Lebensraum für wärmeliebende Arten positiv zu werten, jedoch werden die hiermit gestalteten Orte auch zu einer erhöhten Nutzungsintensität führen.

    Der Bezug der Landschaftsgestaltung zum Kulturraum ist in dieser Arbeit zwar nachvollziehbar hergeleitet, in der Umsetzung aber nicht überzeugend. Die Gebäude sind durchdacht und als Beispiel einer Aussichtsarchitektur gut vorstellbar.