loading
  • Anerkennung

    Modell - modellwerk weimar

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: worschech architects, Erfurt (DE)

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen für den Funktionsbau einen 2-geschossigen E-förmigen Baukörper vor, der mit allen drei Schenkeln symmetrisch an die Mittelrisaliten sowie die beiden Treppenrisaliten des Altbaus anschließt. Dadurch bilden sich zwei intime Innenhöfe aus. Die Sporthalle steht abgerückt, jedoch unterirdisch angebunden, auf dem östlichen Grundstücksabschnitt. Es entsteht ein selbstbewusstes Ensemble mit stark symmetrischem, dem Altbau vorgestellten Schultrakt. Zur Grundstücksgrenze am Festplatz verbleibt eine wenig ausdifferenzierte Freifläche, die für die KfzParkierung genutzt werden soll. Die Verfasser erreichen damit den Nachweis aller 78 Stellplätze. Abstellflächen für Fahrräder werden allerdings vermisst. Das zur Verfügung stehende Grundstück wird damit weitestgehend verbraucht, ohne schulisch nutzbare Freiräume zu schaffen. Insbesondere dem Internatstrakt wird durch Umfahrung und Stellplatzausweisung jegliche Freifläche genommen. Die Haupterschließung im Fachklassentrakt erfolgt in beiden Ebenen über die bestehende Pausenhalle, in der oberen Etage über eine Galerie. Die barrierefreie Erschließung des Fachklassentrakts ist nur über den im Altbau befindlichen Aufzug und damit über weite Wege und Rampen gewährleistet. Die Sporthalle wird über einen eigenen Aufzug erschlossen und kann auch vom Schulbetrieb abgekoppelt genutzt werden. Eine Trennung von Schmutz- und Sauberbereichen ist nicht gegeben. Durch den engen dreifachen Anschluss sind für Lehrer und Schüler kurze Wege zu den Fachräumen möglich, die in den Schenkeln 2-bündig, im Längsriegel 1-bündig erschlossen werden. Die Trennung von Lehrsälen und Vorbereitungsräumen in den Fachbereichen Biologie und Chemie erscheint fragwürdig. Die Nutzflächen sind gut strukturiert sowie logisch zoniert und organisiert. Die Eingriffe in den Bestand bewegen sich im durchschnittlichen Rahmen, die Baukonstruktion lässt eine wirtschaftliche Realisierung erwarten. Der Entwurf zeichnet sich aufgrund seiner Kompaktheit durch ein günstiges A/Ve–Verhältnis aus, was sich wiederum in einer insgesamt positiven Nutzenergiebilanz zeigt. Ob das Gebäude ohne Kühlung der Klassenräume auskommen kann, bzw. ob der reduzierte Ansatz für Technikflächen ausreichend ist, muss im Rahmen des nachgelagerten Energiekonzepts rechnerisch nachgewiesen werden. Die Entwurfsaufgabe wird durch ein Ensemble aus dem eng an den Bestandsbau gestellten Funktionstrakt und seitlich abgerückter Sporthalle insgesamt gut gelöst, die Freiraumgestaltung zeigt dabei aber wenig überzeugende Qualitäten.


INFO-BOX

Angelegt am 09.03.2017, 11:23
Zuletzt aktualisiert 24.05.2017, 11:01
Beitrags-ID 4-136911
Seitenaufrufe 62