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  • CH-8064 Zürich, CH-5506 Mägenwil
  • 12/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-224843)

Neubau Wohnüberbauung im Zentrum


  • 4. Rang 4. Preis

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    Projekt
    Enigma of a Day

    Landschaftsarchitekten
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Demuth Hagenmüller & Lamprecht Architekten, Zürich (CH)
    Bauphysiker: Raumanzug GmbH, Zürich (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Projekt basiert weitgehend auf den Grundlagen des Masterplanes und geht davon aus, dass mit der gewählten städtebaulichen Setzung der Baukörper die alte Bahnhofstrasse eine markante Aufwertung erfahren kann. Im Gegensatz dazu wird die Villa Strebel von allen Zusatzbauten freigestellt und einer öffentlichen Nutzung zugeführt. Entlang der Hauptstrasse wird die Villa Strebel ergänzt durch einen Neubau mit Wohnnutzungen und allgemein nutzbaren Räumen im unteren Erdgeschoss, ausgerichtet auf den grossen Hinterhofgarten. Der Gewerbebau entlang der Gleisanlagen wird mit einem leicht winkelförmigen Baukörper ergänzt, welcher im tiefer liegenden Geschoss die gewerbliche Nutzung zum Innenhof zulässt und sich im Obergeschoss mit Wohnungen zur alten Bahnhofstrasse hin orientiert.
    Das Projekt hebt sich auf den ersten Blick ab durch die organisch entwickelten Gebäudeformen, welche sich aber bei genauer Betrachtung als eine Abfolge von einzelnen Modulen darstellen. Die, in der Höhe gestaffelten Gebäude entlang der alten Bahnhofstrasse nutzen geschickt die Topografie um den Kopfmodulen strassenseitig eine höhere Raumhöhe zu geben für gewerbliche Nutzungen und die dahinterliegenden Wohnungen mit einem halben Treppenlauf zu erschliessen. Die Kombination der einzelnen Module mit einem langen Baukörper entlang der Industriestrasse und der Reduktion der Module in Richtung Villa wirkt verständlich und schafft einen grossen Freiraum im Zentrum des Areals. Zwischen den Bauten spannen sich unterschiedliche Freiräume auf, welche sich öffnen zum zentralen Baumgarten. Die vorgeschlagenen Wohnungstypen versprechen spannungsvolle Raumabläufe, wobei teilweise die Raum Geometrien etwas überstrapaziert werden. Die Erschliessungszonen als offene Begegnungszonen werden als sehr attraktiv empfunden.

    Die konsequente Weiterentwicklung der organischen Bauform beim Wohnhaus an der Hauptstrasse kann noch nicht überzeugen. Die Villa verliert ihren Bezug zu den angrenzenden Gebäuden durch die vollständige Freistellung. Die gewünschte Einbindung der Villa zu einer räumlichen Entwicklung bleibt offen. Ob die vorgeschlagene Nutzung einer öffentlichen Gemeindebibliothek in der Villa mit angrenzenden Gemeinschaftsräumen im neuen Wohnhaus, die gewünschte Belebung der Plätze und Freiräume erfüllen kann als neuer Anziehungspunkt von Mägenwil, wird eher in Frage gestellt.

    Das Areal der Hauswartsprofi wird auf geschickte Art ergänzt mit einem dreieckförmigen Wohn- und Gewerbehaus als Brückenkopf und Auftakt zur neuen Überbauung Sandfoore. Der Neubau entlang der alten Bahnhofstrasse kombiniert geschickt die gewerbliche Nutzung im tiefer liegenden Erdgeschoss und schliesst einen Werkhof zum bestehenden Gewerbebau entlang den Geleisen. Die eingeschossigen Kleinwohnungen auf dem Gewerbetrakt ergänzen auf spannungsvolle Weise das Gesamtprojekt nördlich der alten Bahnhofstrasse.

    Bautechnisch und energetisch wird das Projekt als zweckmässig erachtet, wobei die Erstellungskosten eher im oberen Bereich liegen. Insgesamt wird dem Projekt eine sorgfältige Bearbeitung attestiert und es hat einen wertvollen architektonischen Beitrag geliefert zur Lösungsfindung.