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  • DE-85354 Freising, DE-85354 Freising
  • 03/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-229926)

Neubau Steinparkschulen (SPS)


  • Anerkennung

    Modell, © Fritsch+Tschaidse Architekten GmbH

    Architekten
    Fritsch + Tschaidse Architekten GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb, Freising (DE), Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Die Schulen am Steinpark übernehmen die städtebauliche Konzeption des Bebauungsplans.
    Sie folgen dem Prinzip der Auffächerung der Wohnriegel nach Osten zum Grünzug mit einer rhythmischen Verdrehung um 3 Grad und der strukturellen Ausrichtung als Gebäudewinkel nach Süden und Westen.
    Die parallele Anordnung der Schulgebäude zur Weinmillerstrasse führt zu einem baulichen Abschluss des zentralen Angers im Süden.
    Die Anordnung der Schulen im Norden des Grundstücks und die primäre Ausrichtung nach Süden auf die beiden vorgelagerten Pausenhöfe führen zu einer starken städtebaulichen Präsenz und einer Freistellung des Haupteingang des ehemaligen Stabsgebäudes.
    An der Weinmillerstraße werden einladende Blicke, angenehme Zugangssituationen und somit eine gute Adresse im Stadtquartier geschaffen, sowohl von der General-von-Stein-Straße als auch aus dem Quartiersinneren kommend.
    Die Anordnung und Höhenstaffelung der Baukörper, der bauliche Hochpunkt im Südwesten und die Urbanität der Eingangsterrassen ergeben einen markanten Auftakt in das neue Wohnquartier.
    Die Freiraumnutzung im Süden ist vom Wohngebiet lärmabgewandt angeordnet.
    Der neue Fuß- und Radweg am nördlichen Grundstücksrand übernimmt das städtebauliche Konzept der Durchlässigkeit und der Anbindung des zentralen Angers an den östlichen Grünzug. Er ermöglicht die öffentliche Erschließung der Schule auch von Norden. Insgesamt werden damit alle wichtigen Schulwegfunktionen und Anbindungen aus allen Richtungen erfüllt.
    Die winkelförmige Anordnung der Schule gliedert sich in 3 Baukörper, mit der Lage des Forums in der Mitte, der Mittelschule im Westen und der nach Süden orientierten Grundschule im Osten.
    Die Höhenstaffelung der Baukörper und die dreifache Abterrassierung mit den beiden voneinander getrennten Eingangsplätzen und dem Rasenspielfeld spiegeln die markante Topographie des Grundstücks wieder.
    Die prinzipielle Ausrichtung der Lernräume nach Süden, Osten und Westen werden den Anforderungen eines Ganztagesunterrichts gerecht.
    Die südorientierte Lage des Ganztageszentrum, der Mensa und der Lernterrassen, ebenso die Lage der Pausen- und Sportflächen versprechen eine hohe Aufenthaltsqualität und eine gute ganztägige Nutzbarkeit für die schulischen Einrichtungen.
    Das Schulforum wird zum Gelenk zwischen den beiden Schulen in der Mitte der Schulanlage, sodass Wege zu allen gemeinsam genutzten Schuleinrichtungen entstehen.
    Die Eingänge und Pausenhöfe der beiden Schulen im Süden sind auf zwei höhenversetzten Terrassen getrennt voneinander angeordnet, der nördliche Eingang Richtung Wohngebiet Steinpark wird von beiden Schulen gemeinsam genutzt.
    Die Eingänge münden im zentralen Schulforum, das auf diese Weise eine wichtige Erschließungsfunktion übernimmt.
    Durch die „Abtreppung“ des Forums zum Grundschuleingang entsteht ein Theatron für Schulveranstaltungen, Pausenaufenthalt und eine sichtbare, räumliche Verbindung zwischen den beiden Eingängen von Mittelschule und Grundschule.
    Eine großzügige Lichtöffnung in Form eines nach oben offenen Atriums mit Blick in den darüber liegenden Verwaltungsbereich lässt einen lichtdurchfluteten Veranstaltungsraum entstehen.
    Das helle, lichte Forum wird zum Zentrum des Schullebens beider Schulen.
    Es ist räumlich mit den Mehrzweck- und Musikräumen, der Mensa, den Pausenhöfen und dem Zugang zur Sporthalle verbunden, sodass durch Zuschaltung dieser Räume ein multifunktionaler Raum für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten entsteht, der externe Nutzungen zulässt ohne die Schulbereiche funktional zu beeinträchtigen.

    Die Lerncluster
    Kern des Entwurfskonzepts sind die Lerncluster für jede Jahrgangsstufe, die als autonome Einheiten gestapelt eigene Lernhäuser bilden.
    Die räumliche Anordnung der „Lernhäuser“ lässt sich auch in der Gebäudekonstellation ablesen.
    Für die Mittelschule gibt es sechs Lerncluster auf drei Ebenen und vier Lerncluster auf zwei Ebenen bei der Grundschule.
    Zentral gelegene Treppenräume und Flure verbinden die Lerncluster horizontal und vertikal untereinander und auf kurzem Weg mit dem zentralen Forum, der Mensa und dem Verwaltungstrakt beider Schulen.
    Die Klassenräume sind um den sog. Marktplatz, einem zentralen Lernraum angeordnet, der als Selbstlernzentrum, Lernwerkstatt oder Pausenaufenthalt multifunktionale Nutzungen übernehmen kann.
    Er ist die Mitte eines jeden Clusters, er orientiert sich in Außenräume und kann natürlich belichtet und belüftet werden. Zur Clustereinheit gehört jeweils ein Mehrzweckraum, der flexibel über bewegliche Wände mit der Clustermitte eine räumliche Erweiterung der „Mitte“ für kleine Clustertreffen bietet.
    Ergänzt wird der Lerncluster durch kleine Lernterrassen, die das Ganztagesangebot erweitern und bei der Grundschule clusterübergreifende Treffen ermöglichen.
    Bei der Mittelschule werden zusätzliche clusterübergreifende gemeinsame „Selbstlernbereiche“ und „Schülerloungezonen“ in Verbindung mit einer Außenterrasse an der zentralen Treppe angeboten.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.