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  • DE-85354 Freising, DE-85354 Freising
  • 03/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-229926)

Neubau Steinparkschulen (SPS)


  • Anerkennung

    © bks & partner bauer reichert seitz architekten mbb | Jühling&Partner Landschaftsarchitekten bdla mbB

    Architekten
    BKS & Partner Bauer Reichert Seitz Architekten mbB, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Alexander Bauer , David Reichert , Alexandra Seitz

    Mitarbeit
    Inga Runge, Tasos Roidis, Sylvia Petris, Julia Scholz

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Jühling&Partner Landschaftsarchitekten bdla mbB, München (DE)

    Preisgeld
    9.500 EUR

    Erläuterungstext
    Städtebau
    Der Baukörper für die Schulen im Steinpark definiert nach Westen einen klaren Straßenraum und formuliert den markanten Eingang ins Quartier. Der Baukörper der Sporthalle vermittelt zu den Wohngebäuden und fasst den Platz am Einkaufszentrum. Der östliche Grundstücksteil bleibt unbebaut und orientiert sich mit den schulischen Freibereichen zum Grünzug hin.

    Gebäude
    Das Schulgebäude ist als einfacher Kubus konzipiert, dessen Räume sich im Inneren um ein offenes und von Galerien aus über alle Ebenen erlebbares Atrium gruppieren. Vielfältige individuelle und auch gemeinsame Aktivitäten sind hier möglich. Räumlich interessant gegliederte Bereiche mit Nischen und Ausblicken bieten Raum für Abgeschlossenheit und Offenheit, für Rückzug und Kontakt.
    Konstruiert als Stützen-Deckenplatte-System zeigt sich das Gebäude im Innenausbau flexibel bei Änderungen der zukünftigen Raumkonzepte. (Nachhaltigkeit)

    Räumliche Gliederung / Erschließung
    Zentrum im Erdgeschoss ist das Forum mit den Pausenflächen, der Aula, Bühne und den Musikräumen. Auch die Räume der Ganztagesbetreuung sind hier zusammengefasst und haben über vorgelagerte Terrassen direkten Kontakt zum Freiraum. Eine großzügige Treppe führt über einen weiteren offenen Kommunikationsbereich zum Pausenhof auf dem Gartenniveau. Auf dieser Ebene liegen auch die Lehrküchen und die Mensa mit ihren Freibereichen.
    Im ersten Obergeschoss liegen auf kurzem Wege erreichbar weitere allgemeine zentrale Nutzungen wie Bibliothek und alle Räume für Lehrer/ Verwaltung, die auch Einblick auf die Pausenflächen hat.
    In den beiden obersten Geschossen sind die Regelklassen in Quadranten als Cluster angeordnet. Jedes Cluster ist hier um eine offene, vielfältig nutzbare Mitte gruppiert. Der jeweilige Clusterzugang führt an offenen Garderobenspinden vorbei zu dieser Mitte. Alle Klassen orientieren sich nach außen, die Nebennutzungen im Zusammen- und Wechselspiel mit Lerngalerien orientieren sich zum gemeinschaftlich erlebbaren Hallenraum.

    Jede der beiden Haupttreppen erschließt zwei Cluster. Diese klare Strukturierung führt zu einer leichten Orientierbarkeit und Übersichtlichkeit im Gebäude.

    Der Eingang zur Sporthalle liegt am Vorplatz zwischen den beiden Baukörpern. Er führt eben auf die Zuschauergalerie und über eine Treppe hinunter auf die Sportebene mit ihren Nebenräumen.

    Entwurfskonzept Gebäude
    Zwei getrennte Schul-Eingänge leiten direkt zu den beiden Haupterschließungstreppen. Sie führen zu den Clustern der jeweiligen Schulen: die Mittelschule im Nordteil, die Grundschule im Südteil des Gebäudes.
    Die Eingänge münden jedoch auch im zentralen gemeinsamen Forum.
    Alle weiteren, meist gemeinsam genutzten Räume werden von hier aus erreicht. Das Ganztages-Zentrum kann ebenfalls von hier aus betreten werden, ein separater Eingang neben dem Grundschuleingang ist ebenfalls denkbar.

    Über das Foyer erschließt sich die Aula als besondere Großform, mit Schiebewänden abtrennbar. Zum Foyer geöffnet ergibt sich ein großer Veranstaltungsraum mit Bühne für beide Schulen. Für große Veranstaltungen können die angrenzenden Musikräume das Raumangebot nochmals erweitern.

    Im Gartengeschoss orientiert sich der Kerativbereich mit Freiklassen nach Norden auf einen Werkhof. Der Bereich Forschung befindet sich an der gleichen Stelle im Eingangsgeschoss gelegen.
    Im 1. OG liegt über das mehrgeschossige Foyer angebunden der Bibliothek- und Selbstlernbereich attraktiv an einer Galerie. Die Leseplätze bieten alternativ Überblick oder Rückzugsmöglichkeit - je nach Wunsch.
    Alle Ausweich-/ Differenzierungs- bzw. Ganztagsräume außerhalb der Cluster liegen zentral auf einer Ebene im 1.OG. Hier können sie auf kurzem Weg von den darüber liegenden Clustern und den darunterliegenden Fachräumen erreicht werden.

    Das 2. und 3. Obergeschoss gehört ganz den Regelclustern der einzelnen Schulen. Die Klassen eines jeden Jahrgangs sind in rhythmisierter Form in „Clustern“ angeordnet. Die Klassen gruppieren sich um den gemeinsamen Mehrzweckbereich dem eine überdeckte Terrasse als „Freiluftklasse“ zugeordnet ist. Der an sich mittig angeordnete Bereich erhält so nicht nur Tageslicht, er öffnet sich auch auf das umgebende Grün. Das Cluster kann zu einem „heimatlichen“ Ort für die Schüler werden und hat das Potential das besondere pädagogische Konzept dieser Schule zu unterstützen.
    Durch das nachbarschaftliche Aneinanderreihen der Cluster ist eine hohe Variabilität untereinander gegeben: Angrenzende Räume können bei Bedarf an die andere Jahrgangsstufe abgetreten werden oder auch gemeinsam genutzt werden.

    Die Sporthalle ist über das Gartengeschoss direkt mit dem Schulbau bzw. für für externe Nutzungen direkt mit der Tiefgarage verbunden.
    Die Tiefgarage ist entlang der Weinmiller-Straße ausgerichtet. Um die Flächenversiegelung möglichst gering zu halten, ist der Schulbau teilweise unterbaut. Ein- und Ausfahrt erfolgen über eine gemeinsame Zufahrt im Süden.

    Entwurfskonzept Freianlagen
    Die Topografie des Grundstücks ist das grundlegende Gestaltungsthema der Freianlagen. Treppenanlagen und Rampen zur Erschließung des Schulgebäudes, Mauern, Rasenstufen und bespielbare Wellen prägen den Freiraum. So entsteht eine abwechslungsreiche Landschaft aus Plateaus und niedrigen Mauern, schiefen Ebenen und Rampen, Rutsch- und Kletterhügeln, bis über die Rasenstufentribüne die Sportplätze erreicht sind. Für eine stufenlose Verbindung sorgt eine lange Rampe von der Terrasse entlang der Grundstücksgrenze bis zum Sportbereich, die auch Zwischenebenen erschließt.
    Die Einladungen zu Bewegung und Spiel sind vielfältig.
    Von der Terrasse aus führt eine breite Rutsche bis zur Rasenstufentribüne, der Weg zurück nach oben funktioniert über Boulderschrägen, Kletterseile und Netze. Natürlich gibt es auch bequemere Wege. Zum Chillen für die Größeren sind Sitzdecks in die unterschiedlich geneigten, befestigten Wellen integriert, die ebenfalls bestückt sind mit Angeboten wie Kletterstäben, Bouldergriffen etc., an denen man seine coolness beweisen kann. Bäume sorgen für punktuellen Beschattung und ökologischen Ausgleich. Der Rahmen um das Gebäude und die Sauberlaufzonen vor den Eingängen bestehen aus Plattenbelag, die Plateaus werden mit wassergebundener Decke gestaltet und die Wellen je nach Nutzungsanforderung aus Fallschutzbelag, Beton oder Pflaster. Der Anschluss des Fuß- und Radweges in den öffentlichen Grünzug wird zwischen Sporthalle und Wohnbebauung geführt. Die überdachten Fahrradständer sind zwischen Schulgebäude und Sporthalle angeordnet. Die Dächer erhalten eine Kombination aus Photovoltaik und extensiver Begrünung.

    Konstruktion und Material
    Das Gebäude wird als Stahlbeton-Skelettbauweise mit Stützen und Flachdecken errichtet. Geschlossen wird der Baukörper durch elementierte Wandsysteme mit Lochfenstern, bzw. Fassadenplatten verkleidet sowie durch Pfosten-Riegel-Fassaden.
    Alle Trennwände werden in GK-Leichtbauweise erstellt, um die größtmögliche Flexibilität im Ausbau und späteren Umbaufall bei Nutzungsänderungen zu gewährleisten. (Nachhaltigkeit!) Oberflächen aus natürlichen Materialien und harmonische Farben erzeugen eine unaufdringliche, angenehme Atmosphäre. Als Materialien kommen nur langlebige, unterhaltsfreundliche und ressourcenschonende Baustoffe in Frage. Im Innenausbau sollte Holz das dominierende Material sein (Sitzmöbel, Fensterbänke, akustisch wirksame Wandbekleidungen etc.). Die Dachflächen werden begrünt.

    Wirtschaftlichkeit / Energie
    Der quadratische Baukörper generiert ein maximal kompaktes Volumen mit einer angemessenen Oberfläche. Die Sporthalle mit der großen Spannweite wird nicht aufwendig überbaut sondern als Einzelgebäude konzipiert.

    Ein niedriger Primärenergiebedarf wird erreicht durch die kompakte Bauweise, die den baulichen Wärmeschutz der Gebäudehülle schon in der Grundstruktur günstig beeinflusst.
    Der sommerliche Wärmeschutz wird erreicht Verwendung von Sonnenschutzglas und durch außenliegenden beweglichen Sonnenschutz mit Zeitschaltuhr, Sonnenstandanzeiger und Windwächter.
    Mit einem ganzheitlichen Raumklima- und Tageslichtkonzept (Stichwort Dreibandfassade mit Lichtlenkung) und durch Einsatz ressourcensparender Energie-, Wärme- und gegebenenfalls Kälteerzeugung können Betriebskosten in nennenswerter Höhe eingespart werden. Eine Bauteilaktivierung trägt ebenfalls zur Senkung der Betriebskosten bei. Gemeint ist damit die Nutzung der Speichermassen des Gebäudes sowohl zur sommerlichen Kühlung mit Grundwasser (etwa 3° C unter Außentemperatur), als auch zur winterlicher Beheizung im Grundlastbereich (bis etwa50%) mit Niedertemperatur.

    Die notwendige Heizenergie wird über das Nahwärmenetz der Stadt bezogen.
    Der gesamte Neubau wird mit Fußbodenheizung temperiert. Diese ist so ausgelegt, dass auch in sehr kalten Frostperioden (Außentemperatur -16 °C) eine Raumtemperatur von 22 °C erreicht und gehalten werden kann. Eine getrennte Regelung je Raum ist vorgesehen.

    Sommerlicher Wärmeschutz:
    Die Speichermassen der unverkleideten Betondecken werden durch Nachtauskühlung entwärmt. Dazu befinden sich in der Außenfassade, teilweise motorisch betriebene, Klappen über die die kühlere Luft während der Nachtstunden in die Räume gelangen kann.
    Durch den natürlichen Kamineffekt wird kühle Luft über die Fassade „angesaugt“, durchströmt Räume und Atrium und entweicht über das Dach.

    Belüftung:
    Die allgemeine Be- und Entlüftung des Gebäudes erfolgt konventionell über die Senk-Klapp-Fenster und Fenstertüren der Fassade.
    Die innenliegenden WC s und Nebenräume erhalten eigene mechanische Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung, Aufstellung auf dem Dach.
    Aula, Lehrerlounge und andere Räume mit hoher Personendichte erhalten eine mechanische Lüftungsanlage mit WRG, Lüftungszentrale im Gartengeschoss. Die Umkleiden in der Sporthalle sind ebenfalls mechanisch be- und entlüftet.
    Die Garage wird durch großflächige Lichtschacht-Öffnungen natürlich belüftet.

    Bei der Auswahl der Materialien kommen ausschließlich langlebige, unterhaltsfreundliche und ressourcenschonende Baustoffe in Frage.

    Barrierefreiheit
    Zwei Personen- Aufzugsanlagen sorgen für die Barrierefreiheit in Schule und Sporthalle. Die Ausgänge zu den „Freiluftklassen“ erfolgt schwellenlos. Weitere Schutzziele der DIN 18040-1 (öffentlich zugängliche Gebäude) werden umgesetzt.

    Brandschutz
    In den Obergeschossen 1 bis 3 erfolgt der erste und zweite (bauliche) Rettungsweg (RW) über, vor der Fassade liegende Fluchtbalkone in, von außen zugängliche, notwendige Treppenhäuser.
    Die Klassenzimmer sind feuerhemmend,mit vollwandig, dichtschließenden Türen zum Atrium hin abgetrennt. Die Lernzonen liegen in unmittelbarer Nähe der notwendigen Treppenhäusern und erfüllen so das Kriterium eines ersten RW. Der zweite RW kann über die Klassenzimmer zu den Fluchtbalkonen erfolgen, bzw. über das nächstgelegene, notwendige Treppenhaus.

    Im Eingangs- und Gartengeschoss kann über entsprechend dimensionierte Ausgänge direkt ins freie Gelände (beide RW) entfluchtet werden.

    Das gesamte Gebäude ist mit einem flächendeckenden System zur Brand-Früherkennung ausgestattet. Die Entrauchung des Atrium wird durch RWA-Klappen im seitlichen Bereich des Glasdachs sicher gestellt.

    Die dreifach Sporthalle (VstättV) erhält pro Halle einen ersten Rettungsweg. Der zweite Rettungsweg führt über den, die Garderoben begleitenden notwendigen Flur zu den Ausgängen ins Freie.

    Die Aufstellflächen für die Feuerwehr sind auf dem eigenen Grundstück an der Weinmiller-Straße und der General-von-Stein-Straße (Bushaltestelle) untergebracht.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf überzeugt vor allem durch eine sehr sorgfältig konzipierte, sozialräumlich und raumplastisch engagierte Innenwelt mit terrassierten Ebenen unter spannender Lichtführung und einer zentralen Ädicula für Aula und Bibliothek. Die Cluster der Schulräume funktionieren grundsätzlich gut und sind je um räumlich attraktive Mittenräume gruppiert, die an den Ecken des Gebäudes Blicke sowohl in die Außenwelt als auch nach Innen auf die Terrassen der Binnenlandschaft ermöglichen. Die Cluster sind rings um den Lichthof herum durch Korridore verbunden, die wahlweise geschlossen oder geöffnet werden können. Das ermöglicht, die Grundschule und die Mittelschule von einander zu trennen und dennoch für die Zukunft eine große Flexibilität der Nutzungseinteilung offen zu halten. Grundsätzlich nicht überzeugen kann jedoch das Zusammenwirken zweier funktional und rechtlich getrennter Schulen an einem gemeinsamen Innenhof, zumal dessen Nutzung – insbesondere die prominent positionierte Bibliothek – überwiegend nur durch die eine der beiden Schulen geprägt ist.

    Die große Kompaktheit des Gebäudes führt zu einer kostengünstigen Grunddisposition, auf Grund derer sich der Entwurf seinen Aufwand in der Innengestaltung leisten kann. Auch der beträchtliche Aufwand, der für Lüftung und Brandschutz erforderlich werden wird, mag dadurch kompensiert werden, nicht jedoch der jährlich anfallende Wartungsaufwand. Zudem führt die Kompaktheit der Anlage zu einer Gebäudehöhe von bis zu fünf Geschossen, die für die internen Betriebsabläufe nicht günstig sind.

    Durch die kompakte Bauweise ergibt sich ein großzügiger Freiraum im Osten des Grundstückes. Der spielerische Umgang mit der Topographie schafft abwechslungsreiche Gestaltungsansätze für die Pausenhöfe. Ebenfalls richtig platziert sind die notwendigen Sporteinrichtungen. Das südöstliche Gebäudeeck mit teilweise harten Böschungskanten wirkt sich negativ auf die Grundstücksfläche aus. Der Weganschluss im westlichen Anschluss an der Turnhalle kann nicht überzeugen.

    Der sockelartige Unterbau schafft einerseits attraktive Terrassen im Übergang zum Außenraum, lässt das Gebäude aber andererseits in Zusammenhang mit der Hanglage sehr massiv und mächtig erscheinen. Darüber kann auch die Leichtigkeit im architektonischen Ausdruck der Fassaden nicht hinwegtäuschen. Die im Text beschriebenen, auf dem Dach angeordneten Lüftungsanlagen sind in den Fassaden nicht dargestellt; sie werden die ohnehin schon große Gebäudehöhe noch vergrößern. Die Eingänge liegen in den westlichen Ecken der Gebäude und der Turnhalle an betrieblich und städtebaulich sinnvoller Stelle. Die Qualität der Fassade nach Süden zum Ankunftsort der Bushaltestelle wird durch die Tiefgarage und die Entsorgungsanlage geschwächt. Die Anordnung der Tiefgarageneinfahrt mitten in der Bushaltestelle ist allerdings ohnehin so nicht umsetzbar.

    Zwischen dem Hauptbau und der Turnhalle spannt sich ein Vorplatz auf, über den der Grünzug am Nordrand der Anlage in attraktiver Weise mit der Weinmiller-Straße verbunden wird. Der niedrige Baukörper der Turnhalle schafft zur Wohnstraße eine sinnvolle Torsituation und bedrängt die benachbarten Wohnbauten räumlich nicht. Der Schallschutz erfordert allerdings eine sehr aufwendige Ausführung der den Wohnbauten zugewandten Verglasung. Positiv gewertet wird insbesondere die Zuwendung des Vereinseingangs der Turnhalle zum Anger und die Verglasung des inneren Zugangsraums der Turnhalle entlang der Weinmiller-Straße zum öffentlichen Raum. Als rein räumlicher Abschluß des Angers ist das Volumen der Turnhalle etwas schwach, im Zusammenwirken mit dem rückgestaffelten Hauptbau mag allerdings dennoch eine vertretbare Raumdefinition entstehen. Der Hauptbaukörper ist in seiner Anordnung eine nicht ungeschickte Interpretation des städtebaulichen Kontexts, der zusammen mit dem Stabsgebäude einen markanten Auftakt zum Quartier schafft. Das Abrücken vom Stabsgebäude schafft zusammen mit den einander gegenüberliegenden Eingängen einen angenehmen Straßenraum.

    Der Baukörper selbst bleibt in seiner Massivität und seiner Form als Zentralbau allerdings etwas unversöhnt mit der Formensprache der Umgebung. Er besticht vor allem durch die Qualität seiner Innenwelt, die für das gegebene Programm weniger geeignet ist. Die Arbeit stellt dennoch einen interessanten Beitrag zur Lösung der Aufgabe dar.

    Für an das Atrium angrenzende Bereiche und innenliegende Räume v.a. im Untergeschoss sind keine Lösungsvorschläge zu Belichtung und Belüftung – mit Schnittstelle zur Integration in das architektonische Konzept vorgeschlagen.

    Die Herstellkosten werden im Vergleich zu den übrigen Wettbewerbsarbeiten im wirtschaftlichen Bereich eingeschätzt.