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  • DE-70173 Stuttgart, DE-70191 Stuttgart
  • 03/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-243163)

Areale Bürgerhospital / AWS und Umgebung Stuttgart-Nord 2016


  • 4. Rang Anerkennung


    Architekten, Stadtplaner
    Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    3.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf geht in Körnigkeit und Maßstäblichkeit wohltuend auf Bestand und Umgebung ein. Um Haus 12 gruppieren sich drei Wohnbaufelder (C, B, D) in Blockrandbebauung, die gute Wohnqualitäten erwarten lassen. Haus 12 wird als Kita umgenutzt. Unklar ist, wo die Außenflächen der Kita liegen und ob durch sie der Charakter des – eigentlich öffentlich auszutauschen – „Grünen Platzes“ gestört wird.

    Der städtebauliche Duktus der Baufelder C, B, D wird auch auf das AWS-Gelände übertragen, hat hier aber nicht die gleiche Klarheit, da nicht konsequent zwischen öffentlichen und privat-gemeinschaftlichen Räumen unterschieden wird.

    Im Bereich Bettenbau werden öffentliche Nutzungen konzentriert. Mit dem Stadtteil- und Familienzentrum mit Bürgersaal vis-à-vis des Schornsteins wird eine identitätsstarke Adresse für das Quartier geschaffen. Der Wohnbau im Nordosten wird allerdings nicht als Bereicherung des Ensembles gewertet.

    Der „Patientengarten“ wird erhalten und mit einem Pflegewohnheim von der Wolframstraße abgesetzt. Der Baukörper wirkt zu massiv, die sensible Gebäudenutzung in der Nähe zur lauten Heilbronner Straße fraglich.

    Die Erschließung erfolgt über Tiefgaragen, aber auch über Stichstraße von der Tunzhofer Straße. Eine Beeinträchtigung der Qualität des öffentlichen Raums ist die Folge. Insbesondere der Gelenkplatz zwischen „Patientengarten“, Baufeld B und A kann dadurch kaum eine eigenständige Qualität entfalten.

    Generell offeriert der Entwurf eine Vielzahl öffentlicher Freiräume, deren Qualität mitunter in Frage steht. So wirkt auch die Verbindung Baufeld A und C durch den Neubau des Familienzentrums schmal und beengt.

    Die Jury sieht in der Arbeit einen angemessenen, gut durchgearbeiteten Entwurf, der allerdings auch Schwächen in Erschließung und Ausbildung öffentlicher Räume aufweist. Auch liegt der Entwurf deutlich unter der geforderten Geschossflächenzahl und Anzahl an Wohnungen.