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  • DE-71638 Ludwigsburg, DE-71638 Ludwigsburg
  • 03/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-245614)

Konversion Jägerhofkaserne


  • 4. Preis

    Günter Hermann Architekten

    Architekten
    Günter Hermann Architekten, Stuttgart (DE), Tuttlingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Siegmund Landschaftsarchitektur, Schömberg (DE)

    Preisgeld
    15.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit Nr. 1011 erhält im Grundsatz die städtebauliche Großform der Kaserne mit ergänzenden Punkthäusern im Blockinneren. Vom historischen Gebäudebestand wird bei näherer Betrachtung zwar nur die Fassade erhalten, diese wird allerdings behutsam ergänzt und verträglich aufgestockt. Klinker ist das vorherrschende Material, sowohl im Bestand als auch bei den Neubauten und Ergänzungen, damit wird der Historie Rechnung getragen.

    Lediglich der eingeschobene Neubau an der Jägerhofallee wirkt im Verhältnis zum Bestand überdimensioniert bzw. setzt sich zu wenig ab. Das DRK-Gebäude bekommt eine neue Fassadengliederung ebenfalls in Klinker, was zu einer deutlichen Aufwertung und Eingliederung des Bestandes führt. Die Neubauten in Innern sind in ihrer Dimension angemessen. Die Reihung schafft allerdings keine ausdifferenzierten Außenräume. Der nördlichste Baukörper sollte in seiner Größe zum Bestand nochmals überprüft werden.

    Die Punkthäuser sind ebenfalls mit Klinker verkleidet, durch die bodentiefen Fenster und sich abzeichnenden Geschossdecken sind deren zeitgenössische Bauwesen klar erkennbar. Der am südlichen Ende gesetzte Quartiersplatz ist durch die öffentliche und halböffentliche Nutzungen zur Hindenburg Straße gelegen richtig plaziert. Hier ist, dem städtischen Umfeld entsprechend Urbanität geschaffen. Im nördlichen Bereich sind weite Teile des Freiraums privat genutzt, etwa vom Kindergarten, aber auch von den nur wenigen Bewohnern der EG Wohnungen.

    Freiraum Die stringente Anordnung der Punkthäuser im Hof zieht eine ebenso stringente Gestaltung der Außenräume nach sich. Von Nord nach Süd spannt noch eine differenzierte Raumfolge auf, die vom öffentlichen Platz im Süden über private Gartenräume und gemeinschaftliche Vorzonen vor den Häusern bis nach Norden reicht. Entlang der Wegeachse reihen sich zudem weitere Freiraumangebote auf.

    Die Restfläche ist im Wesentlichen zur Erschließung notwendig, lediglich im Norden ist noch eine größere Spielfläche ausgewiesen. Die Durchwegung ist allerdings durchgängig gegeben. Die Tiefgarage ist über eine integrierte Zufahrt im DRK Gebäude gut erschlossen. Ihre Dimension ist großzügig. Einige Baumquartiere lassen den Erhalt von Bäumen, insbesondere auf dem Quartiersplatz erwarten. Insgesamt ist die Arbeit 1011 Sehr stringent durchgearbeitet, wenn auch etwas schematisch und allzu rationiert.