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  • DE-70174 Stuttgart, DE-69123 Heidelberg
  • 08/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-261729)

Neubau Wohnbebauung Heidelberg „Bahnstadt“ Baufeld W 1.1


  • 1. Rang Zur Überarbeitung aufgefordert

    Stadtvillen an der Promenade

    Architekten
    Baufrösche - Architekten und Stadtplaner GmbH, Kassel (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Städtebau / Architektur
    Die städtebauliche Vorgabe ist gut geeignet, ein differenziertes und
    dem heutigen Standard entsprechendes Wohnraumangebot zu
    schaffen und dabei sowohl wirtschaftliche als auch ökologische
    Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Das städtebauliche Konzept,
    mit „Sichtfugen“ und die Freistellung der Gebäude zur Vermeidung
    von Großformen, bleibt in unserem Vorschlag erhalten. Dieses bislang
    erfolgreiche Konzept der Einzelhäuser am Wohnhof unterstützt zudem
    die Durchlüftung und wirkt einer sommerlichen Überhitzung der
    Innenhofflächen entgegen.
    Die fünf Gebäude gruppieren sich um einen gemeinsamen Freiraum
    und bilden so eine „Hofgemeinschaft“ mit 66 Wohnungen.
    Die Vielfalt an Grundrissen und Wohnungstypologien bietet dabei
    Raum für verschiedene Wohnvorstellungen und Lebensphasen. Der
    überwiegende Teil der Wohnungen verfügt über ein natürlich
    belichtetes Bad.
    Die Außenwände und Wohnungstrennwände werden tragend
    ausgebildet und zur Reduzierung der Spannweiten werden Stützen
    oder Wandscheiben nach statischen Erfordernissen ergänzt.
    Die klare Kubatur der Häuser (Passivhäuser) wird durch einen Wechsel
    von Putz- und Klinkerfassaden in Einzelhäuser gegliedert. Die
    Treppenhäuser erzeugen mi t ihrem Fi l termauerwer k ein
    stimmungsvolles Lichtspiel nach innen und außen. Der bewegliche
    Sonnenschutz mit Schiebeläden durchbricht die Strenge und erzeugt
    durch verschiedene Stellungen ein Wechselspiel in der Fassade. Der
    Wohnhof fügt sich damit ganz selbstbewusst und selbstverständlich in
    das Gesamt-konzept der Heidelberger Bahnstadt ein.

    Freiraum
    Vorgärten, Privatgärten und eine halböffentliche Hoffläche prägen den Freiraum.
    Gartenmauern, Hecken und Zugangstore verbessern das Sicherheitsempfinden der
    Bewohner und unterstützen die Nutzung der angebotenen Freiflächen.
    Die „grüne Mitte“ wird zum wichtigen Treff- und Spielbereich für Jung und Alt und
    fördert die „große“ Nachbarschaft. Ein Kleinkinderspielplatz im Innenhof ist von
    allen Wohnungen einsehbar. Abstellräume für Fahrräder sind im Untergeschoss
    aber auch im Freiraum des Innenhofes integriert. Die unterbauten Freiflächen
    werden mit Vegetationssubstraten hergestellt, so dass Bäume und Sträucher, aber
    auch Pflanzen der Bewohner ausreichend Raum zum wurzeln haben.
    Durch ein Regenwassermanagement kann der komplette Niederschlag in der
    Aussparung der Tiefgarage versickert werden. In Zisternen wird Regenwasser zur
    Bewässerung der Grünflächen zwischengespeichert. Der erdangeschlossene
    Bereich des Innenhofs ermöglicht zudem das Wachstum großkroniger Bäume
    wodurch der Anspruch nach zeitgemäßem, urbanen Grün erfüllt wird.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebaulichen und architektonischen Ansätze überzeugen im Grundsatz. Die Grundrissgestaltung überzeugt, angebotene Typen funktionieren.

    Der Bauherr wünscht anstelle der Maisonettetypen eine Alternativenprüfung als Geschosswohnungsbau mit einem Treppenhauskern. Es soll weiter geprüft werden, die fehlende Programmfläche über die Erhöhung der Gebäudetiefe zu erreichen. Die Fassade auf der Nordseite soll geprüft werden bezüglich des Anteils sichtbar offener / geschlossener Fläche bzw. die Dimension der geschlossenen Wandflächen an den Gebäudekanten. Die Betonung der einzelnen Treppenhäuser wird begrüßt. Die Geschlossenheit der Treppenhausfassade wird durch die Jury jedoch in Frage gestellt.

    Die barrierefreien Wohnungen sind nachzuweisen.


INFO-BOX

Angelegt am 10.04.2017, 10:07
Zuletzt aktualisiert 20.04.2017, 12:32
Beitrags-ID 4-138522
Seitenaufrufe 52