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  • 1. Preis

    Lageplan

    Architekten
    Günter Hermann Architekten, Stuttgart (DE), Tuttlingen (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Aktualisierung des Gemeindezentrums Maximilian-Kolbe sieht vor, auf dem Hintergrund eines Masterplans, den vorhandenen Bestand zugunsten einer eindeutigen Erschließung und plausiblen Nutzungsordnung punktuell und in abgrenzbaren Modulen zu modifizieren.

    Dabei unterstreicht die städtebauliche Figur der sich um einen freien Kirchplatz sammelnden Gebäude, wie auch die kraftvolle gradlinige Erschließung die Identifizierbarkeit des kirchlichen Standortes. Der Zugang ist nicht nur repräsentativ, sondern bündelt die Besucherströme ohne an Übersichtlichkeit und Erkennbarkeit der Adressen Einbußen hinzunehmen.

    Die inneren Erschließungen sind geschickt gewählt. Sie verbinden die zugehörenden Ebenen sowohl separat, als auch an einem zentralen Punkt.

    Der Sakralraum, der durch den Glockenturm, die Ausweisung einer eigenen Taufkapelle, eines unmittelbaren Zugangs, eigener Sakristei und Erhöhung des Raumes mit verbesserten Lichtführung und Proportionen aufgeweitet wurde, wird hierdurch zum zentralen Symbol des Pfarrzentrums. Die Taufkapelle fördert die Flexibilität der Nutzbarkeit des Kirchenraumes für kleine und sehr große Gottesdienste. Die wenig überkommenen Wandkunstwerke, Kolbe-Bild und die Kunstverglasung könnten hier sogar erhalten bleiben.

    Das Gemeindezentrum wird gezwungenermaßen in das Untergeschoss verlagert und zugleich durch eine gute Belichtung, geräumiges Foyer und Freibereich-Anbindung aufgeweitet. Die Eigenständigkeit dieses Nutzungebereichs und die kompakte Anordnung aller Gemeindehausbereiche auf einer Ebene wird als Gewinn erlebt.

    Der Bereich des Pfarramtes liegt zentral, leicht erreichbar und unmittelbar an der Kirche. Es wäre zu prüfen, ob die Registratur zugunsten eines Besprechungsraumes in das Untergeschoss verlegt werden könnte.

    Die Tageseinrichtung des Kindergartens gewinnt durch einen gut einseh- und wahrnehmbaren Zugang, der im unmittelbaren Zusammenhang mit Kirche, Pfarrbüro und Gemeindezentrum steht Der Zugang in das Obergeschoss über eine innenliegende Treppe ermöglicht eine reibungslose Nutzung. Das Leitungsbüro ist optimal platziert. Die Nutzung des Aufzugs ist gut gelöst und lässt keinen unbewachten Zugang zu. Das Obergeschoss ist vorteilhaft gegliedert. Es wäre zu prüfen, Elternzimmer und Sonderraum 2 zusammenzulegen.

    Das vorgeschlagene Aktualisierungskonzept ist wegen der Beachtung und Klärung aller funktionalen Zusammenhänge, und dem modulhaften Aufbau der Maßnahmen als wirtschaftlich zu bezeichnen.

    Insgesamt gelingt es dem Entwurf ein plausibles Sanierungskonzept vorzustellen, das die seitherige unstrukturierte Erschließung ordnet, den Gebäudekomplex funktional klar strukturiert und mit der Kirche ein identifizierbares Symbol für den kirchlichen Standort Maximilian-Kolbe liefert.


INFO-BOX

Angelegt am
Zuletzt aktualisiert 25.10.2008, 23:19
Beitrags-ID 4-13870
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