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  • DE-72417 Jungingen, DE-72336 Balingen
  • 12/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-252813)

Wohnquartier Sting-/Charlottenstraße


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    OK Landschaft I Andreas Kicherer, München (DE), Waiblingen (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Andreas Kicherer

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: nbundm* neuburger, bohnert und müller, Architekten BDA und Stadtplaner, Part mbB, München (DE), Ingolstadt (DE)

    Preisgeld
    13.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf gibt eine schlüssige Antwort auf die besondere städtebauliche, landschaftliche und topografische Situation des Ortes. Er formuliert klare städtische Räume entlang der Charlotten- und Stingstrasse die in die Innenstadt überleiten und verwebt die bauliche Struktur mit dem umgebenden Landschaftsraum. Maßstäblich leitet er von der mehrgeschossigen Bebauung der Innenstadt zur offenenen Bebauung der angrenzenden Wohngebiete über. Fünf identitätsstiftende Wohnhäuser formen Straße, Platz und wohlproportionierte Innenzonen.

    Der Platz an der Ecke Stingstraße/Charlottenstraße mit der Gewerbeeinheit liegt richtig und ist in seiner Ausformung zur Adressbildung angemessen. Die Quartiersinnenhöfe nehmen bestehende Höhen auf. Die fließenden Übergänge bei der Gliederung von halböffentlichen und privaten Bereichen überzeugen. Auch die Wegeführung schließt schlüssig an die Bachaue an. Positiv vermerkt werden die großzügigen Aussparungen in der Tiefgarage, die eine intensive Begrünung der Hofbereiche auch mit großstämmigen Bäumen ermöglichen.

    Die Situierung der Häuser und die Organisation der Wohnungen lassen Ein- und Durchblicke in verschiedene Himmelsrichtungen zu und können das Gefühl von städtischem Wohnumfeld im Grünen vermitteln. Mit wenigen architektonischen Mitteln wie mit leicht geneigten Dächern, Gliederung, Proportionen und Maßstäblichkeit wird eine Bauanlage von hoher Qualität erreicht.

    Nicht alle Vorschläge der Grundrissausbildung überzeugen, gleichwohl lassen sich
    aufgrund der strukturellen Auslegung der Häuser Wohnungsgrößen und ihre Aufteilungen flexibel anpassen. Dies erlauben die vergleichsweise großen Gebäudetiefen, die allerdings in vielen Fällen zu innenliegenden Treppenhäusern und in den Wohnungen zu innenliegenden Bädern führen. Dies wird als Nachteil der Arbeit gewertet.

    Die Tiefgarage mit ihrer in das Gebäude integrierten Zufahrt wird vom tiefsten Punkt der Charlottenstraße aus erschlossen und folgt geschickt der Topografie. Das vorhandene Gelände bleibt somit nahezu erhalten, was sich auch im Hinblick auf die Anschlüsse an die Bachböschung und an die Straßenprofile als Vorteil erweist. Auf aufwendige Geländebewegungen kann somit verzichtet werden.

    Die Arbeit leistet in Ausgewogenheit und Maßstab einen überzeugenden Beitrag zur Wettbewerbsaufgabe und belegt, dass im Kontext einer qualitätvollen Innenentwicklung an diesem Ort ein attraktives innenstadtnahes Wohnquartier entstehen kann.
    Optimierungsbedarf besteht bezüglich der überwiegend innenliegenden Bäder und
    Treppenhäuser.