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  • DE-74243 Langenbrettach
  • 05/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-248393)

Quartier Rathaus-Ortsmitte Brettach und Ortsdurchfahrt


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Modellbauer
    modellwerkstatt reinhold fischer, München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner, Landschaftsarchitekten: lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE)
    Architekten: löhle.neubauer_architekten BDA pmbb, Augsburg (DE)
    Lichtplaner: DAY & LIGHT LICHTPLANUNG, München (DE)

    Preisgeld
    11.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebaulich als auch freiraumgestalterisch stellt diese Arbeit einen besonderen Beitrag dar.
    Die Ortsmitte wird gestärkt durch eine konsequent durchgängige Belagsgestaltung, die im Sinne eines ‚Shared Space, den Verkehr optisch verlangsamt.
    Die Vorfahrtsregelung wird außer Kraft gesetzt und es werden gemischtgenutzte Verkehrsflächen angeboten, mit der Maßgabe, dass an allen Kreuzungen die Regelung rechts vor links gilt, dadurch wird die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit der Nutzer die mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind, er-höht. Die Belebung des Rathausplatzes und der angrenzenden kleineren Plätze kann somit gelingen und zu einer besseren Orientierung und Vernetzung im Ort beitragen.
    Konsequent muss der Schwerlastverkehr in der 1. Bauphase über die Schillerstraße ins Gewerbegebiet geführt werden. Die endgültige Gestaltung kann erst nach alternativer Straßenanbindung ins Gewerbegebiet realisiert werden.
    Die Gliederung des Verkehrsbereiches mittels Plattenrinnen und Rinnenstreifen in den Seitenstraßen und die Pflasterung von Haus zu Haus schaffen einen offenen Charakter und stärken mehr die Platzcharakteristik. Dadurch funktioniert die Barrierefreiheit in allen Bereichen.
    Städtebaulich ist die Gestaltung mit den geplanten Neubauten rund um den Rathausplatz gelungen. Es entsteht eine interessante räumliche Straßentypologie durch die Aufweitung der Seitenstraßen. Die neuen Gebäude nördlich der Scheune vermitteln zwischen einer gewünschten Sichtbarkeit und Aufwertung des Schlössles und einer angemessenen Einbindung in den historischen Ortsgrundriss. Das Volumen der Gebäude könnte noch kraftvoller den Raum akzentuieren. Die angebotenen Nutzungen rund um den Lamm-. Rathaus- und Schulplatz entsprechen einem funktionierenden Ortsmittelpunkt; sie besitzen die notwendige Variabilität. Lediglich der Umbau der ‚Alten Scheune‘ bedarf einer denkmalbezogenen Überarbeitung. Das Angebot eines kleinen Gartens erhöht deutlich die Aufenthaltsqualität im nahen Umfeld.
    Der Postplatz mit der künftigen Bebauung wird zu stark verdichtet.
    Der Umgang mit der Topografie ist grundsätzlich gut gelöst. Die Treppenverbindung am Obstgarten wirklich lediglich überinszeniert. Die Idee, im Ortsbereich markante Punkte durch sich wiederholende Brunnen zu schaffen, wird gewürdigt. Die Besetzung dieser Punkte sollte jedoch nicht durch Brunnen wirken, da im Ortskern genügend historisch prägende Brunnen vorhanden sind, die zu bewahren und ins Konzept zu integrieren sind.
    Die Einbindung der Mitte bis zum Kirchplatz bis hin zum Brettach, ist schlüssig entwickelt und trägt zur einheitlichen, harmonischen Gestaltung der Platzfolgen bei.
    Die Bushaltestelle ist barrierefrei am nordwestlichen Bereich vorgesehen. In den Innenkurven der Durchfahrtsstraßen kann aus Verkehrssicherheitsgründen kein bodengleicher Belag von Hauskante zu Hauskante ausgeführt werden. Die Materialwahl im Bereich der Fahrbahn sollte noch geprüft werden. Die dauerhafte Belastbarkeit des Pflastermaterials wird intensiv und konträr im Gremium diskutiert.
    Die Bedingung, eine sichere Radfahrverbindung von der Mühlstraße in die Cleversulzbacher Straße anzubieten, wurde nicht erfüllt.

    Das Konzept zeigt insgesamt einen konsequenten Gestaltungsansatz auf und trägt insbesondere durch den Städtebau und die qualitätsvolle Ausgestaltung der Freiräume zur neuen Identität Brettachs im historischen Kontext bei!


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