loading
  • DE-55129 Mainz, DE-55116 Mainz
  • 05/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-252911)

Wohnquartier Hechtsheimer Höhe


  • 1. Preis

    © rheinflügel severin | bbz

    Landschaftsarchitekten
    bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: rheinflügel severin, Düsseldorf (DE)

    Preisgeld
    48.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Preisgericht stellt zunächst kritisch fest, dass der Entwurf an der Nordgrenze des Wettbewerbs drei Hausgruppen vorschlägt, die über die bestehende Straße »An der Hechtsheimer Höhe« erschlossen werden. Dies bedarf im Rahmen der weiteren Bearbeitung einer Korrektur, die jedoch nach Einschätzung des Preisgerichts aufgrund des robusten städtebaulichen Grundkonzepts des Entwurfs gut möglich erscheint. Ansonsten orientiert sich der Entwurf in seinen wesentlichen Elementen an den Maßgaben des abgestimmten städtebaulichen Rahmenplans für das Gebiet, welcher der Aufgabenstellung zu Grunde liegt: Eine grüne Fuge schafft einen angemessenen Distanz des neuen Baugebiets zum Wohngebiet »An der Großberghöhe« im Westen; die bestehende »Müller-Thurgau-Straße« wird nach Osten verlängert und führt über einen neuen Quartiersplatz über eine großzügigen Grünbereich nach Westen bis zum ehemaligen Steinbruch. Die beiden solitären, fünfgeschossigen Auftaktgebäude in diesem Bereich werden von der Jury jedoch eher als zu formal und nicht angemessen kritisiert. Sehr positiv wird die Struktur des neuen Quartiers bewertet, das sich in drei Ost-West-gerichtete Teilbereiche gegliedert ist. Diese werden durch den bereits beschriebenen zentralen Grünbereich sowie zwei weiteren, schmäleren Grünstreifen in Ost-West-Richtung getrennt. Auch diese nehmen Bezug auf die Erschließung des bestehenden Wohngebiets und setzen die dortigen Straßen als Fuß- und Radwege nach Westen fort. Überzeugend ist auch die Binnengliederung der Teilbereiche in hofartige Einheiten, in denen Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbauten auf gelungene Weise gemischt werden. Die Größe und die Erschließung der Höfe scheint richtig gewählt. So entsteht das Potential für ein lebendiges, sozial durchmischtes und somit nachhaltiges Wohngebiet. Auch das Konzept für die Verkehrserschließung – eine ringförmige Straße mit Stich-Erschließungen in die Wohnhöfe – überzeugt die Jury als einfach, robust, klar hierarchisiert und dabei zugleich mit einem geringen Flächenbedarf auch sehr wirtschaftlich. Insgesamt wird der Entwurf als besonders gelungenen Beitrag im Rahmen des Wettbewerbs mit hohem Realisierungspotential eingeschätzt.