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  • DE-72108 Rottenburg am Neckar, DE-72108 Rottenburg am Neckar
  • 05/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-250246)

Neubau Pflegeheim Ergenzingen


  • 2. Preis

    Lageplan, © Hähnig - Gemmeke BDA

    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Anthony Carimando, Jan Gienau

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser ordnet den Baukörper des Pflegeheims entsprechend dem städtebaulichem Entwurf an. Die Aussenflächen auf dem Grundstück sind gut proportioniert und richtig platziert (Platz/Demenzgarten).
    Die verkehrliche Anbindung und der Zugang erfolgt eindeutig und mit klarer Orientierung vom Starenweg zum dem neuen Platz zwischen Pflegeheim und dem Grünzug "Seltengraben".
    Der Platz erfüllt mehrere Funktionen. Hier ist die Adresse des Pflegeheims, die Verbindung vom Haus zum Grünzug, Aussenbereich der Cafeteria, Parkplatz, Anlieferung und Hauptzugang ins Gebäude. Die Mehrfachnutzung belebt den Platz positiv.
    Allerdings wird die Überlagerung der Anlieferzone mit der Cafeterrasse, und dem Haupteingang zu überarbeiten.

    Die Personalnebenräume und Verwaltungsräume erhalten im Hanggeschoss einen ruhigen Bereich mit eigenem Zugang. Die Räume orientieren sich in den nördlichen Gartenbereich und werden von hier gut belichtet.
    Der Zugang vom Platz in das Foyer mit der angegliederten Cafeteria/Andachtsraum sind durch den Durchblick in einen der zwei grünen Innenhöfe von hoher Qualität.
    Das Treppenhaus mit Aufzug liegt zentral. Die vier Wohngruppen
    sind um die zwei Innenhöfe angeordnet. Die Orientierung im
    Gebäude ist durch die Sichtbeziehungen zu den Innenhöfen
    und zur Nachbarschaft an allen Stellen vorhanden.
    Flure enden immer mit einem Blick in die Umgebung und haben
    dadurch Aufenthaltsqualität.
    Die Dienstzimmer sind jeweils am Wohngruppenzugang an der
    richtigen Stelle.
    Die zentrale Nutzung der Wohn- und Essbereiche haben in jeder
    Wohngruppe Blickbezug zur Nachbarschaft und in den Innenhof
    und sind deshalb hell und gut belüftbar.
    Die Demenzgruppe ist richtigerweise im EG platziert mit einem eigenen, direkt zugänglichen Garten auf der Südseite.
    Die Verkehrsflächen (50%) und Bewohnerflächen (63,12 m2/55,7 m2) liegen deutlich über den Vorgaben des Auslobers.Die Raumorganisation ist nicht an allen Stellen optimal gelöst.

    Insgesamt ist der Entwurf städtebaulich, freiräumlich, architektonisch und funktional gut gelöst. Allerdings gehen diese Qualitäten zu Lasten der Wirtschaftlichkeit.