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  • DE-72108 Rottenburg am Neckar, DE-72108 Rottenburg am Neckar
  • 05/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-250246)

Neubau Pflegeheim Ergenzingen


  • ein 3. Preis

    Gartenebene 1:200, © Henne Korn Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    Henne Korn Landschaftsarchitekten PartGmbB, Freiburg im Breisgau (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ABMP Amann Burdenski Munkel Preßer GmbH & Co. KG, Freiburg im Breisgau (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser platzieren das Pflegeheim in der Mitte des neuen
    Wohngebietes und schaffen entlang des öffentlichen Grünbereichs einen attraktiven Streifen für weitere Geschosswohnungen.
    Die städtebauliche Erschließung erfolgt über den Starenweg und
    mündet in einen in der Größe gut proportionierten Quartiersplatz,
    der die weiterführende Wohnstraße, den Seltengraben und das
    neue Pflegeheim mit dem hier angeordneten Haupteingang
    selbstverständlich verbindet.

    Das Pflegeheim wird in zwei zueinander verschobenen, gleich
    großen Baukörpern nachgewiesen, die auf diese Weise das
    große Bauvolumen in der Nachbarschaft der eher kleineren
    Wohngebäude verträglich macht. Der Eingang wird an der
    Taille der beiden Baumassen von der Ebene des Quartiersplatzes
    angeordnet und vermittelt geschickt zu der ersten der beiden
    Hauptebenen des Pflegeheims.
    Pro Ebene wird jeweils ein Pflegebereich im Osten und im Westen
    angeordnet. Kritisch werden von der Jury die zum Teil dunklen
    Erschließungsflure um innenliegende Nebenraumzonen gesehen. Die inneren zweigeschossigen Atrien können dies nicht grundsätzlich ausgleichen.

    Das Raumprogramm ist erfüllt, der Verwaltungsbereich ist in der Ebene des Eingangsbereichs richtig angeordnet und der eigene leicht nach Osten versetzte Anlieferbereich wird im Alltag gut funktionieren. Auch wird positiv bewertet, dass man von der allgemeinen Erschließungszone direkt in den Außenbereich und
    den Demenzgarten gelangt.

    Die Fassaden sind in ihrer gewählten Materialität ansprechend.
    Die Ausrichtung der Zimmer in alle Himmelsrichtungen ist ausgewogen und mit der Entscheidung die Wohnbereiche an der Nahtstelle zwischen den beiden Baukörpern in Richtung Süd-Westen anzuordnen, wird hier das gefühlte Herz des Pflegeheims
    entstehen lassen.

    Die gewählte Typologie ist übersichtlich und leicht zu begreifen, die systematische Konstruktion lässt eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten.

    Insgesamt stellt die Arbeit wegen ihrer differenzierten Bezüge zur eigenen Außenanlage und zum direkten Wohnumfeld einen interessanten Beitrag dar. Dies gelingt insbesondere mit einem minimalen Eingriff in die gegebene schwierige Topografie.