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  • DE-35096 Weimar (Lahn), DE-35096 Weimar (Lahn)
  • 06/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-251085)

Multifunktionsgebäude Freilichtmuseum Zeiteninsel


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
    Tragwerksplaner
    merz kley partner, Dornbirn (AT), Altenrhein (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart (DE)
    Landschaftsarchitekten: Studio Grijsbach Landschaftsarchitektur, Bergisch Gladbach (DE)
    Visualisierer: Maximilian Illing Architektur-Visualisierung, München (DE)

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebaulich hervorzuheben ist, dass die Verfasser durch geschickte Positionierung des Gebäudewinkels auf dem Grundstück einen maximalen Freibereich im Übergang zu der Wasserfläche erzeugen. Die Anforderung an die Trennung von drinnen und draußen wird durch die gelungene Integration eines als Filter wirkenden Zaunes gelöst. Der Weg zum Gebäude über das eigentliche Ankommen und das Betreten des Gebäudes wird auf selbstverständliche und selbst erklärende Art inszeniert. Das Angebot des großzügigen, überdachten Vorbereichs zusammen mit der Option der Erschließung Dachterrasse wird von der Jury einhellig begrüßt.

    So einfach der Eingang zum Gebäude gefunden wird, kann an der Akzentuierung des Ausgangs noch gearbeitet werden. Die selbstverständliche Wegeführung in das Gebäude und auf die Zeiteninsel ist besser gelöst, als die Ausgangssituation. Hier sollte an der Selbstverständlichkeit der Wegeführung nachgearbeitet werden. Dabei soll die „Poesie des Bretterzauns“ genutzt werden, um die Blickbeziehungen zum eigentlichen Museumsareal zu inszenieren.

    Im Inneren gelingt es den Verfassern ein Zusammenspiel von Foyer und Multifunktionsraum zu erreichen, bei dem für den Gebrauch aber noch praktikable Maßnahmen für eine getrennte Nutzung entwickelt werden müssen. Das gesamte Gebäude, mit Ausnahme der untergeordneten Dachterrasse, ist barrierefrei erschlossen. Hierzu wird aus Nutzersicht die Trennung der Räume mittels Vorhänge als problematisch betrachtetet und Lösungen mit mobilen Wandelementen sollen ergänzt werden. Auch sollte der Kassenbereich, der in dem Entwurf etwas zu klein erscheint, vergrößert werden.

    Der vergleichsweise hohe Verkehrsflächenanteil wird durch die einfachen repetitiven Konstruktionen und Materialien kompensiert. Die konstruktive Struktur lässt es darüber hinaus zu, Funktionen und Raumzusammenhänge im Zuge einer weiteren Planung fein zu justieren. Im Zuge der weiteren Bearbeitung sollen Aussagen zur Wirtschaftlichkeit des Tragwerks, zur möglichen Dachbegrünung und zur Energieeffizienz mittels regenerativen Energieträgern getroffen werden.

    Insgesamt überzeugt die Arbeit aber auf ihre selbstverständliche und zugleich prägnante Art als hervorragende Antwort auf die gestellte Entwurfsaufgabe.