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  • DE-49074 Osnabrück, DE-49034 Osnabrück
  • 06/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-255173)

Neugestaltung Schlossgarten


  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Volker Lescow

    In Zusammenarbeit mit:
    Visualisierer: Jens Gehrcken - visualisierung+architekturfotografie, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Herleitung
    Der Entwurf respektiert die historische Grundstruktur des Osnabrücker Schlossgartens ohne dabei in eine Lethargie zu verfallen. Die Weiterentwicklung in eine generationsgerechte Parkanlage, welche den zeitgemäßen Bedürfnissen der Bürger und Besuchern gerecht wird steht dabei im Vordergrund. Zunächst wird die Vernetzung mit der Umgebung gestärkt ohne dabei den Schlossgarten mit seinen historischen Prägungen und Strukturen zu negieren. Dieses betrifft vor allem auch die zukünftig verbesserte Verknüpfung in den Norden, welche die baldige Veränderung der Straße ‚Neuer Graben‘ mit sich führen wird.

    Entwurf
    Eine Rahmung des Schlossgartens im Westen wird wieder hergestellt und schafft einen Willkommens-Effekt, wenn man über die die Wege mit begleitender Bepflanzung in den Schlossgarten eintritt. Basierend auf der historischen Parkanlage wird an der Stelle der ehemaligen Orangerie ein Generations-Themenspielpatz entwickelt, der auch weiterhin die vorhandene Boule-Bahn beinhaltet. In Bezug auf die Netto-Spielfläche vergrößert dieser
    sogar das Spiel- und Sportangebot zu der Bestandssituation.
    Anschließend bildet die Schlossterrasse, welche im Bestand auf Grund Ihrer Struktur leider nur bedingt genutzt wird, das Herzstück des Schlossgartens.
    Dabei wird der historische Grundriss der Terrasse durch den Bodenbelag markiert, aber die eigentliche Dimensionierung des erhöhten Teils passend zur Raumsituation zurückgenommen. Eine Sitzkante mit Holzauflage vermittelt zwischen ‚Hochterrasse‘ und Park und bietet ausreichend Sitzgelegenheiten. Wasserspiegel anstelle der sanierungsbedürftigen Brunnen zitieren diese und greifen zudem auf metaphorische Weise das Thema der Broderie-Gärten auf. Dieses soll aber nicht nur ein zeitgemäße Interpretation der Historie sein, sondern auch an warmen Sommertagen zur Interaktion mit dem Wasser einladen. Die übrigen Bereiche der zentralen Parkachse werden gestalterisch erhalten, wobei die ausgefallenen Bäume ersetzt werden und das marode
    Gebäude an der denkmalgeschützten Mauer entfällt.
    Das Bestandspflaster des Innenhofes wird als charismatisches und sehr prägendes Element erhalten und durch einen Natursteinbelag als Inlay für den Innenhof ergänzt, um die gewünschte Multifunktionalität herzustellen. Auch wenn historisch nicht vorhanden, werden drei Bäume im Innenhof ergänzt. Dieses soll die Aufenthaltsqualität steigern, um das sonst zu nüchterne Bild zu brechen, aber auch der Funktionalität für Veranstaltungen
    nicht im Wege zu stehen.
    Als Studenten Plaza wird der von der Menas, EW-Gebäude und Studierenden Zentrum gerahmte Platz endgültig ein wichtiger Knotenpunkt des Areals. Dieser eignet sich ebenfalls für kleinere temporäre Veranstaltungen oder kann auch während des „Schlossgarten-Openairs“ Infrastrukturen für dieses aufnehmen. Das „Schlossgarten-Openair“ selbst kann wie gewohnt weithin im zentralen Schlosspark stattfinden.

    Fahrradstellplätze
    270 Fahrradstellplätze werden direkt nördlich und südlich des neuen Studierenden Zentrums unter den Baumreihen untergebracht, was zunächst auf Grundlage des Planungsbudgets für am sinnvollsten erachtet wird.
    Auf Basis einer zukunftsfähigen Stadt mit steigender Priorität von E-Bike, Fahrrädern und dem ohnehin starken Parkdruck für Fahrräder auf Grund der Uni wird jedoch empfohlen in einem zukünftigen Verfahren ein Fahrradparkhaus an das Studienzentrum anzudocken oder dieses bestenfalls sogar noch in das Verfahren für das Studierenden Zentrum zu integrieren.

    Bauphasen
    Die Bauphasen werden in vier Etappen gegliedert (Phase A-C und PLUSPhase),
    wobei diese zunächst unabhängig voneinander sind und Phase A und B zudem auch noch in Bauabschnitt 1. und 2. gegliedert werden können. Zeitlich sind die Bauphasen somit unabhängig voneinander, wobei die Bauphase A vor der Bauphase C stattfinden sollte, um durchgehend Spielflächen im Schlosspark bieten zu können. Die Plus-Phase beinhaltet ein Fahrradparkhaus am/im Studierenden Zentrum, welches als anschließendes
    Bauvorhaben nach diesem Wettbewerb empfohlen wird.

    Kunst
    Die vorhandenen Kunstobjekte werden größtenteils an den vorhandenen Standorten erhalten, wobei lediglich die Skulpturen „Flügelskulptur“ und „Echo“ zur besseren Inszenierung in der neuen Parkstruktur leicht versetzt werden. Die Skulptur „Solara“ soll nord-westlich neben die Terrasse verlegt werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.