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  • DE-69493 Hirschberg an der Bergstraße, DE-69493 Hirschberg an der Bergstraße
  • 06/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-254917)

Neubau evangelischer Kindergarten Leutershausen


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Architekten
    Steffen Seiferheld, Weinheim (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Dr. Bittmann & Sananikone, Weinheim (DE)
    Architekten: STUDIO SF Simon Fischer & Architekten GmbH, Mannheim (DE)

    Preisgeld
    11.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Den Verfassern gelingt es auf überzeugende Weise, mit dem Typus des Satteldachhauses die dörfliche Struktur in ihrer Körnung und Maßstäblichkeit aufzunehmen und die bestehende Umgebung mit einem differenzierten Baukörper ganz selbstverständlich weiter zu bauen. Durch das geschickte Versetzen der drei Gebäudeteile zueinander wird die Baumasse angemessen aufgegliedert und schafft dadurch einen spannungsvollen Dialog von Innen- und Außenräumen. Der hieraus entstehende wohlproportionierte Vorplatz ist nach Westen richtig orientiert, bildet einen adäquaten Auftakt in das Gebäude und gibt damit der Kindertagesstätte den gewünschten öffentlichen Charakter.

    Die Funktionen der Kindertagestätte sind sinnfällig um den zentralen Foyer- und Luftraum angeordnet, der als ‚Dreh- und Angelpunkt‘ der Einrichtung konzipiert ist. Alle Bereiche sind auf kurzen Wegen erreichbar. Die mit abtrennbaren Schiebewänden äußerst flexibel nutzbare Foyer-/Mensa und Mehrzweckzone mit Blickbezug in den Garten und zusätzlicher Raumqualität über die theaterartigen Sitzstufen wird besonders gewürdigt. Angegliederte Küche mit Andienung und Entsorgung sind gut separiert angeordnet. Die drei auf EG und OG verteilten Gruppenzonen schlagen die Verfasser als eigene Nutzungsbereiche vor, die mit Spielfluren, Garderoben, Gruppen- und Sonderräumen als Raumeinheiten zusammengefasst sind. Durch die bewegte Dachlandschaft entstehen in den Obergeschossen spannende Innenraumproportionen. Kontrovers diskutiert werden die z.T. mit Durchgangszimmern vorgeschlagenen Raumverbünde.

    Die scharf geschnittenen Baukörper mit wohltuend ruhiger Fassadenausbildung schaffen ein ausgewogenes Verhältnis von offenen zu geschlossenen Flächen und überzeugen mit angemessener, werthaltiger Materialität von Ziegeldach, geschlämmter Ziegelfassade und Holzfassade. Durch die Massierung der Volumina entlang der Fenchelstraße entsteht im Süden eine großzügige, zusammenhängende Außenspielfläche, die den Erhalt von Bestandsbäumen ermöglicht und geschützt vom Böschungsbereich vielfältig bespielbare Bereiche ausweist. Kritisch bewertet werden die Querparker im Norden, durch die öffentliche Stellplätze entfallen.

    Funktionale Kritikpunkte wie der zu prominent liegende Stiefelgang im EG, die teilweise gefangenen Räume, das nicht barrierefrei erreichbare UG und die knappen Gartenzugänge aus dem OG sollten überarbeitet werden.

    Insgesamt stellt die Arbeit besonders aufgrund seiner typologisch städtebaulich gelungenen Setzung und der angenehm unaufgeregten Architektursprache einen sehr wertvollen Beitrag zur gestellten Aufgabe dar.


INFO-BOX

Angelegt am 05.07.2017, 14:52
Zuletzt aktualisiert 04.12.2019, 14:41
Beitrags-ID 4-142644
Seitenaufrufe 59

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