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  • DE-50374 Erftstadt, DE-50374 Erftstadt
  • 06/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-252202)

Entwicklung und Sanierung des Schulzentrums Lechenich


  • 4. Preis

    © hofmann_röttgen

    Landschaftsarchitekten
    hofmann_röttgen LANDSCHAFTSARCHITEKTEN BDLA, Limburgerhof (DE), Bensheim (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Heike Röttgen

    Mitarbeit
    Ines Gersdorf, Nuria Segovia Ruiz, Kirstin Matz

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: sander.hofrichter architekten GmbH, Ludwigshafen (DE), Frankfurt (DE), Düsseldorf (DE), Nienburg (DE), Kulmbach (DE), München (DE), Aalen (DE), Karlsruhe (DE)

    Erläuterungstext
    Erschließung des Geländes

    Der neue Schulcampus wird ausschließlich Fußgängern und dem Anlieferverkehr geöffnet. PKW- und Motoradstellplätze werden in den Randbereichen des Schulcampus untergebracht. Der Besucher- und Lehrerparkplatz wird dem Verwaltungs- und Lehrereingang angegliedert. Im Bereich des Heizkraftwerkes wird der öffentliche Hauptparkplatz vergrößert, wodurch der Verkehr auf der Dr.-Joseph-Flieger Straße minimiert wird. Durch die Erhöhung der Stellplatzanzahl wird der Parkdruck im angrenzenden Wohngebiet reduziert. Die Lage der Fahrradstellplätze im Süden des Schulbaus berücksichtigt sowohl den günstigen Anschluss zum Fahrradweg ins Zentrum der Stadt über die neue Südbrücke, als auch die kurzen Wege zu beiden Haupteingängen. Auch im Norden befinden sich dezentrale untergeordnete Fahrradplätze.

    Von der umgestalteten Bushaltestelle an der Dreifach-Sporthalle erreichen Fußgänger den Campus über einen neu gestalteten Platz und die neue barrierefreie Nord-Brücke. Eltern können Ihre Kinder im Drop Off und Pick UP Bereich sicher am Hauptweg absetzen, der direkt zum neuen Haupteingang führt. Der Andienungsverkehr zur Aula, Mensa und Schwimmbad erfolgt ausschließlich von Nord-Westen. Von hier ist auch die Wertstoffsammelstelle andienbar.

    Freiflächen

    Das Zentrum des neuen Schulcampus bildet der Platz der Begegnung, der als multifunktionaler offener Platz vielfältig genutzt werden kann, u.a. für Schul-, Sport- und Stadtteilfeste. Die Sitztreppe vor dem Neuen Zentralen Hauptgebäude lädt zum Verweilen und Begegnen ein und bietet zugleich die Möglichkeit der Nutzung als Tribüne. Eine Skulptur im Zentrum des Platzes thematisiert die Philosophie des gemeinsamen Lernens und Wachsens - „des Begegnens“. Der rückwärtige Bereich des Platzes wird von einem Baumhain beschattet, der gleichzeitig die Fassade der dahinter liegenden Turnhalle und des Heizkraftwerkes abschirmt. Angrenzend an den Platz bietet die Sonnenwiese je nach Jahreszeit Platz für Spiele, Sonnenbäder und in Teilbereichen auch einen Rückzugsraum im hohen Wiesengras. Nach Süden entwickelt sich im Schutz des erhaltenswerten, baumbestandenen Erdwalls der Kletter- und Spielgarten mit vielfältigen Bewegungsangeboten. Vorhandene Spielgeräte werden integriert und Neue ergänzt. Drei offene Pavillons bieten hier dem Einzelnen die Möglichkeiten zum eigenständigen Lernen, Spielen und Beobachten. Zu Unterrichtszeiten können die Pavillons als „Überdachtes Freiraumzimmer“ für Unter-, Mittel- und Oberstufe genutzt werden. Der Skulpturengarten I und II zieht sich wegbegleitend entlang des Gebäudeensembles und bietet Raum für Abi- und Kunstskulpturen. Durch Gräser-Bänder und Sitzblöcke gerahmt bieten sich hier Rückzugs- und Betrachtungsmöglichkeiten.

    Südlich des Gebäudeensembles empfängt der Platz des Lehrers Besucher als auch Lehrer am Eingang zur Verwaltung. Er orientiert sich in Richtung Stadtteil, wird aber kleinräumiger und differenzierter gestaltet als der Platz der Begegnung und bietet Lehrern und Gästen einen Ort zum Ankommen und Pausieren. Der vorhandene Grüngürtel an der östlichen Grenze des Gebietes wird in seiner ruhigen, halböffentlichen Nutzung beibehalten und im Norden durch die Nutzung als Schulgarten und -acker fortgeführt. Zur Vermeidung von Anwohnerkonflikten bildet der Grüngürtel eine Ruhezone zwischen Bewegungshof und angrenzenden Wohnbebauung. Im Bewegungshof wird das Bestandspielfeld erhalten und mit der verlagerten Kletterwand und -felsen ergänzt. Vom hier gelangt man in den Lesegarten zwischen Trakt D und Trakt F. Dieser wird als ruhiger, grüner Gartenhof mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten gestaltet. Der Mensahof hingegen wird urbaner und lebendiger charakterisiert und dient als Außensitzplatz der innenliegenden Mensasitzflächen.

    Die Auswahl der Materialien orientiert sich am Nutzungsgrad. Für die Platzbereiche werden großformatige Betonplatten gewählt (die gleichzeitig auch eine repräsentative Funktion übernehmen). Andere Beläge werden aus Asphalt (Parkplätze), farbigem Asphalt (Gehwege) und Betonpflaster (Nebenbereiche) hergestellt. Eine wassergebundene Decke ist im baumüberstandenen Bereich des Platzes der Begegnung vorgesehen. Im Grünen Schulhof, in der Sonnenwiese und in den halböffentlichen Campus-Bereichen überwiegen bei den Ausstattungsgegenständen natürliche Materialien - lokaler Naturstein und Holz.

    Der vorhandene Baum- und Strauchbestand wird insbesondere nördlich und südlich des ehemaligen Sportplatzes weitestgehend erhalten und durch vorwiegend lockere, natürliche Pflanzbilder aus standortgerechten Arten ergänzt. Die Gräser- und Wildstaudenbänder ziehen sich als Thema durch das gesamte Campusgelände und werden je nach Lage im Gelände variiert.

    Die Beleuchtung der Außenanlagen erfolgt im Bereich der Plätze und der Hauptachse mit Mastleuchten, im Bereich der unterordneten Wege mit Pollerleuchten. Im Bereich der zwei Hauptplätze sind zudem Baumstrahler vorgesehen.

    Durch den weitgehenden Erhalt der vorhandenen Topographie wird der bauliche Aufwand minimiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.