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  • CH-8021 Zürich, CH-8049 Zürich
  • 07/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-247996)

Ersatzneubau Garderoben- und Clubgebäude Hönggerberg


  • 1. Rang 1. Preis


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    Projekt
    PEDRO

    Architekten
    Jeanine Walther Architektin, Zürich (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Nicolas Mentha Architekt, Zürich (CH)
    Landschaftsarchitekten: S2L GmbH Landschaftsarchitekten BSLA SIA, Zürich (CH)
    TGA-Fachplaner: BLM Haustechnik AG, Zürich (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das langgezogene Gebäude liegt in der verlängerten Mittelachse des Hauptspielfelds und versteht sich als verbindendes Element zwischen den Spielfeldern, der Bushaltestelle und den Parkplätzen. Durch seine Position an der Hangkante tritt es südseitig zweigeschossig in Erscheinung, während auf der Nordseite der Terrainversatz für die Erschliessung und Belichtung eines dritten Geschos- ses genutzt wird. Die Setzung des Volumens reagiert sensibel und adäquat auf die vorgefundene Situation im Landschaftsraum. Durch den Versatz der beiden unter einem Dach vereinten Nutzungseinheiten entsteht über die S-förmige Erschliessungsfigur ein diagonaler Bezug zum Kontext. So gelingt es den Verfassenden, auf beiden Stirnseiten des Gebäudes die Sporttreibenden und die Zuschauenden auf selbstverständliche Art abzuholen und das Gebäude funktional in der Sportanlage und im Wegnetz der Höngger Allmend zu verankern. Weil sich das Volumen an ähnlicher Position wie der Bestand be findet, können drei von fünf Föhren erhalten bleiben. Auch kommt die pragmatische Umgebungsgestaltung mit wenigen versiegelten Flächen aus. Zwischen der Kappenbühlstrasse und dem Gar- derobengebäude bleibt die kleine Spielwiese bestehen. Auf der Seite des Hauptspielfelds führt eine grosszügige Vorzone zum Gebäude, die gleichzeitig der Gartenwirtschaft und den Veloparkplätzen Raum bietet. Im Erdgeschoss befindet sich das Clubrestaurant (inkl. Nebenräumen) mit Sicht auf das Hauptspielfeld. Über die Laubengangerschliessung erreicht man die zweite Nutzungseinheit mit Foyer, Theorieraum, diversen Nebenräumen und zwei Garderobeneinheiten. Zwei Aussentreppen führen von den beiden peripher gelegenen Zugängen auf direktem Weg ins Obergeschoss, wo der Grossteil der geforderten Garderoben angeordnet ist. Die Positionierung der Garderobenwagen beim Durchstich des Laubengangs im Zentrum des Gebäudes ermöglicht die gewünschte, grosse Flexibilität in der Garderobennutzung. Die Garderoben des Betriebs der Ersten Liga befinden sich im Untergeschoss und können nordseitig separat erschlossen werden. Diese Erschliessungssituation dürfte noch etwas einladender ausfallen. Der Zugang für die Spielenden der Ersten Liga zum Hauptspielfeld kann problemlos separat erfolgen, führt jedoch beim aktuellen Vorschlag noch etwas direkt an der Gartenwirtschaft vorbei. Die zwei beheizten Nutzungseinheiten werden durch das ausladende Dach und die den Gebäudeausdruck bestimmende statische Struktur zu einer Einheit zusammengefasst. Auf dem betonierten Sockel des Untergeschosses stehen vierzehn Reihen von Stützen und Trägern. Sie bilden das strukturelle und architektonische Grundgerüst. Ausfachungen in Holzelementbauweise bilden die Wände und Böden. Während die hinter den Laubengängen zurückversetzten Fassadenelemente mit horizontaler Holzverschalung verkleidet sind, bildet eine Brise Soleil aus vertikalen Lat-ten die äussere Fassadenhaut. Ausladende Dachvorsprünge schützen die Holzkonstruktion. Der sehr sorgfältig ausgearbeitete Ausdruck und die Materialität des Gebäudes vermitteln auf selbstverständliche Art und Weise mit dem umgebenden Landschafts- und Erholungsraum, ohne die Identität als Garderobengebäude zu leugnen. Betreffend Brandschutz ist das Projekt teilweise zu überarbeiten. Diese Notwendigkeit gefährdet jedoch nicht das robuste Konzept der gekonnten Gebäudeorganisation und den filigranen Ausdruck des Gebäudes. Bezüglich Nachhaltigkeit schneidet das Projekt vergleichsweise gut ab. Auch die Erstellungskosten sind im Vergleich mit den anderen gerechneten Projekten eher tief bzw. liegen im Bereich der Zielkosten. Insgesamt handelt es sich auf allen Ebenen der Bearbeitung um einen sehr wertvollen und präzisen Beitrag, der gekonnt und äusserst angemessen auf die Aufgabenstellung reagiert.


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