Kann man den zentralen Stadtraum gestalterisch umformen? Diese Frage stellt sich der Verfasser und zeigt seine Lösung auf überzeugende Weise. Giebelhäuser; insgesamt drei neue Gebäude, stehen auf einem Sockelgeschoss, d.h. einem Plateau, genannt Bürgerplatz. Gewürdigt wird, dass der Platz sehr gut nutzbar ist, kritisch gesehen, dass dieser zur Prof.-Kümmel-Straße sehr unstädtisch durch eine begrünte Böschung begrenzt wird.
Historisches Rathaus, Bürgersaal, Stadtinformation und die diversen Ämter werden vom Plateau niveaugleich erschlossen. Wichtig für eine flexible Gebäudenutzung sind die hier gut auffindbaren, dezentralen Gebäudeeingänge. Die Organisation der Funktionseinheiten ist klar gegliedert, alle gewünschten Flächen sind abgedeckt und in kompakter Form in einer wirtschaftlichen Gebäudestruktur gebündelt.
Weniger überzeugend als der Umgang mit dem Raumprogramm ist die architektonische Haltung sowie die Materialität der Gebäude. Die stattliche Giebelfront an der Prof.-KümmellStraße, mit horizontalen und vertikalen recyceltem Betonstreben verweist auf die fachwerkgeprägte Nachbarschaftsbebauung in einer Entwurfstiefe, die dem sonstigen Wettbewerbsbeitrag nicht qualitativ gleichkommt.
Zu überprüfen ist auch die Traufhöhe des zur Stechbahn orientierten Baukörpers mit Bürgersaal. Eine Erhöhung wäre im Abgleich mit dem Verwaltungsbaukörper zu begrüßen. In der Zusammenschau wird die Arbeit als guter Beitrag zur Lösung der Wettbewerbsaufgabe gesehen.
| Angelegt am | 12.07.2017, 12:37 |
| Zuletzt aktualisiert | 14.07.2017, 09:26 |
| Beitrags-ID | 4-142945 |
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