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  • DE-80797 München, DE-80802 München
  • 07/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-255212)

Erweiterung der Wohnanlage für Studierende an der Schwere-Reiter-Straße


  • 1. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    lab landschaftsarchitektur brenner Partnerschaft mbB, Landshut (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: hirner & riehl architekten und stadtplaner partg mbb, München (DE)
    Modellbauer: Horn Modellbau, München (DE)

    Preisgeld
    38.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Arbeit gelingt es, durch die Setzung von zwei unterschiedlich hohen Baukörpern mit acht bzw. sechs Geschossen und einer verbindenden Sockelzone, ein städtebauliches Ensemble mit der bestehenden Wohnanlage zu schaffen, das ein spannungsreiches, räumliches Miteinander an dieser Stelle erwarten lässt. Der Straßenraum wird durch die Übernahme der Bauflucht und Höhe der angrenzenden Gebäude gefasst, der Hofraum der Wohnanlage als gemeinsamer Außenbereich beruhigt und der Bestandsbau in seiner Präsenz zum Straßenraum positiv aufgewertet. Die vom achtgeschossigen Baukörper im Westen erzeugte Abstandsfläche wird kritisch diskutiert und kann in Bezug auf die Genehmigungsfähigkeit nicht abschließend beurteilt werden.

    Positiv bewertet die Jury ebenfalls die Schaffung einer gemeinsamen Terrasse zwischen den beiden aufgehenden Baukörpern. Die Lärmbelastung der angrenzenden Bebauungen wird durch die Lage zwischen den beiden aufgehenden Baukörpern begrenzt, so dass die Nutzung für studentische Aktivitäten, in unmittelbarer Beziehung zum öffentlichen Raum, sich ungehindert entfalten kann.

    Die Erschließung über den Hof, ohne erkennbare Adressbildung zur Schwere-Reiter-Straße wird kritisch gesehen, ebenso wie die Lage des Gemeinschaftsraums ohne Verbindung zur Terrasse im 1. OG. Die Erschließung der aufgehenden Baukörper ist funktional richtig gesetzt, allerdings ohne einen stärker räumlichen Akzent zu setzen, der diesen Ort als Begegnungsraum definieren könnte. Die durchgängige Ost-West-Orientierung der Wohnräume wird positiv bewertet. Die vorgeschlagenen Zimmer und deren Möblierung sind angemessen funktional und gut durchdacht.

    Die diagonal verlaufende, großformatige Verglasung, mit einem ergänzenden Öffnungsflügel zur lärmabgewandten Seite, wird räumlich und strukturell positiv bewertet. Die Zugänglichkeit der dadurch entstehenden Dreiecksflächen vor den Fensterelementen ist nicht abschließend ausformuliert. Die vorgeschlagene Raumlüftung über das lärmabgewandte Öffnungsfenster muss im Weiteren optimiert und technisch verbessert werden. Die Lärmminderung der Lösung reicht noch nicht aus.

    Die Gebäudekennwerte liegen im wirtschaftlichen Bereich.

    Die bauliche Struktur deutet in den vielfältigen Freiflächen den Nachweis der gewünschten Differenzierung von Nähe und Distanz, sowie von Privatheit und Öffentlichkeit an. Die südlichen - als Abstandsgrün titulierten - Freiflächen werden auch aufgrund des Entfalls der Bestandsmauer kritisch gesehen. Die entfernte Mauer wäre den Erdgeschossgärten zuträglich. Die Zahl der nachzuweisenden Ersatzpflanzungen ist bei weitem nicht erfüllt.


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